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Ein Arzt behandelt einen Patienten. (Symbolbild)

Infektionskrankheit

Baunatal: 48 Kinder in Kita an Norovirus erkrankt

15 Patienten und Klinikmitarbeiter erkranken im Frankfurter Bürgerhospital, dann 48 Kinder und einige Erzieher in einer Kita in Baunatal. Der Novovirus scheint sich in Hessen auszubreiten.

Nach Norovirus-Infektionen in Frankfurt gibt es nun auch eine Häufung von Krankheitsfällen in Nordhessen. Dutzende Kinder einer Kita in Baunatal (Kreis Kassel) sind an einer Magen-Darm-Infektion erkrankt. Die Einrichtung bleibt deshalb bis voraussichtlich Ende der Woche geschlossen, wie eine Stadtsprecherin am Mittwoch berichtete. Betroffen von dem Norovirus seien 48 Kinder sowie einige Erzieher. 

Nun wird die Kita, die über 71 Plätze verfügt, nach einem Standardverfahren und in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt großflächig desinfiziert, wie die Sprecherin weiter mitteilte. Man hoffe, dass die Maßnahmen ausreichten und die Kita am Montag wieder öffnen könne. Das Norovirus ist sehr leicht übertragbar und gehört zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. 

Am Wochenende waren im Frankfurter Bürgerhospital 15 Patienten und sechs Mitarbeiter von einem Norovirus befallen worden. Das Krankenhaus hatte sich deshalb übers Wochenende von der Rettungsleitstelle für Notfälle abgemeldet.

Insgesamt lag die Zahl der Norovirus-Erkrankungen in Hessen in den vergangenen Wochen über den Vorjahren. Laut Daten des Robert-Koch-Instituts wurden in der ersten Märzwoche 160 neue Erkrankungen gemeldet (Vorjahr 134). Mitte Februar hatte es mit 212 die meisten neuen Fälle im laufenden Jahr gegeben. 

„Auch in Hessen könnte der diesjährige Höhepunkt der Meldezahlen überschritten sein“, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums. Im Vergleich zu den zurückliegenden drei Wintern habe das Norovirus in Hessen eine „ausgeprägte Saison“, die aber nicht die Spitzenwerte der Saisons 2014/15 und 2016/17 erreicht habe. Damals gab es insgesamt jeweils über 4000 gemeldete Fälle, in der laufenden Saison sind es knapp 3000. (dpa)

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