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Ein Mähdrescher fährt bei Riedstadt über ein Weizenfeld. Landwirte in Hessen müssen wegen der anhaltenden Trockenheit mit Ertragseinbußen rechnen.

Ernte in Hessen

Bauern rechnen mit magerer Getreideernte

Landwirte in Hessen befürchten, dass sie wegen der anhaltenden Trockenheit bei Winterweizen und -gerste Ertragseinbußen von bis zu 30 Prozent hinnehmen müssen.

Die hessischen Bauern rechnen aufgrund der anhaltenden Hitze mit Ertragseinbußen bei Winterweizen und Wintergerste von bis zu 30 Prozent. Bei Winterraps seien je nach Standort Ertragsverluste von 10 bis 40 Prozent zu befürchten, sagte der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Karsten Schmal, am Mittwoch in Otzberg (Kreis Darmstadt-Dieburg).

Winterweizen ist die mit Abstand wichtigste Getreideart in Hessen, sie macht mehr als die Hälfte der Getreideanbaufläche von insgesamt 288 200 Hektar aus. In der Wetterau sei schon Mitte Juni Wintergerste gedroschen worden, so früh wie noch nie.

Hagel habe vor allem im Raum Waldeck und im Kreis Gießen im Raum Hungen starke Schäden verursacht. Insgesamt seien 8700 Hektar Getreide, Winterraps, Zuckerrüben und Mais davon betroffen.

Für eine Prognose der Erträge von Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais sei es noch zu früh. Der Mais brauche derzeit allerdings besonders dringend Wasser, weil er in oder kurz vor der Blüte stehe.

„Es ist dünn in diesem Jahr mit den Erträgen, aber wir haben gute Erntebedingungen.“ Hessen sei zudem im Vergleich zu anderen Bundesländern nicht so stark von großen Unwettern getroffen worden. (dpa)
 

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