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Das neue Audiosystem soll den Schall "präzise wie einen Lichtstrahl" lenken.

Das bringt der Tag

Bahn verspricht verständliche Durchsagen

+++ Ein neues Audiosystem soll Bahn-Durchsagen "präzise wie ein Lichtstrahl" machen +++ Palantir-Chef: haben Terrorangriff vereitelt +++ Prozess um brutalen Angriff auf behinderte Frau +++ Das bringt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main.

Verstehen Sie auch nur Bahnhof, wenn die Schaffnerin in der  S-Bahn  eine Durchsage macht? Das könnte sich bald ändern - über eine neue Audiotechnik will die Deutsche Bahn künftig verständlicher werden. Ab 12:30 Uhr wollen Bahn und RMV das System „Holoplot“ am Frankfurter Hauptbahnhof vorstellen.

Eingesetzt wird das System laut Bahn zunächst an den S-Bahn-Gleisen 103 und 104 des Tiefbahnhofs. Es könne Schall präzise wie einen Lichtstrahl auf bestimmte Bahnsteigbereiche richten. Fahrgäste sollen nur noch die Durchsagen hören, die für sie relevant sind. Was der Kollege davon hält, lesen Sie hier.

Künftig will der RMV übrigens stärker auf Schnellbusse setzen - lesen Sie hier mehr dazu. 

Lust, in Frankfurt einzukaufen?

Frankfurt hat in den vergangenen Jahren viel unternommen, um die Innenstadt zum Einkaufen attraktiver zu machen – mit Millionenaufwand wurden die Zeil und die umliegenden Straßen optisch aufgemöbelt und umgebaut. Im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) wurden nun in der City Passanten gefragt, wie attraktiv Frankfurt zum Shoppen und zum Verweilen ist - etwa in den gastronomischen Einrichtungen. Die Ergebnisse werden am Vormittag vorgestellt.

Versuchter Mord an vermeintlichem Geliebten

Mit einem Brecheisen, einem Messer und einem Hammer soll ein 57-Jähriger in Nordhessen auf den vermeintlichen Geliebten seiner Frau losgegangen sein. Deshalb steht der Mann von Mittwoch an vor dem Landgericht Kassel. Er ist wegen versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft dachte der 57-Jährige aus Aserbaidschan irrtümlich, seine Frau habe ein Verhältnis. Das Opfer erlitt zwölf Stich- und Schnittwunden. Laut Gutachten war der Mann zur Tatzeit möglicherweise schuldunfähig, er sitzt momentan in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Behinderte Frau brutal angegriffen

Noch ein Prozessbeginn: Wegen versuchten Mordes und schweren Raubes muss sich ein 58-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Opfer der Tat im April vergangenen Jahres war laut Anklage eine 87 Jahre alte Frau aus Frankfurt-Oberrad. Der Deutsche soll in das Haus der seh- und gehbehinderten Frau eingedrungen sein, sie geschlagen und mit einer Bettdecke geknebelt zu haben.

Während die Frau im Gesicht blau anlief, soll er mit Gemälden, Uhren und Bargeld verschwunden sein. Weil sie den Angeklagten von einem Klinikaufenthalt kannte, wurde er rasch nach der Tat festgenommen. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst acht Verhandlungstage bis Ende Februar geplant.

Palantir will Terrorangriffe verhindert haben

Der Mitgründer und Chef der Datenanalyse-Firma Palantir, Alexander Karp, hat die Arbeit des Start-ups mit Sicherheitsbehörden verteidigt. In einem Interview des Podcasts „inside.pod“ des Medienkonzerns Axel Springer verwies Karp unter anderem darauf, dass die hessische Polizei nach eigenen Angaben mit Hilfe der Software des Unternehmens einen Terroranschlag vereitelt habe.

„Ich erfahre von einer verhinderten Terrorattacke in Europa ungefähr ein Mal pro Woche“, sagte Karp weiter in dem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit Springer-Konzernchef Mathias Döpfner. „Ich denke, dass wenn diese Anschläge passiert wären, Sie eine ganz andere politische Realität hätten.“ Palantir könne über solche Fälle aber nicht von sich aus sprechen.

Der Fall in Hessen war im Sommer bekanntgeworden, kurz bevor der Zuschlag für Palantir zum Thema für einen Untersuchungsausschuss des Landtags wurde. Er ging monatelang der Frage nach, ob die Vergabe des Auftrags rechtens war. Hessen hatte als erstes Bundesland Software von Palantir eingekauft. Der Einsatz der Software könnte künftig ausgeweitet werden. (dpa/jon/lhe)

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