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Die SPD will, dass das Baden im Langener Waldsee nicht ganz so teuer wird wie ursprünglich beschlossen.
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Die SPD will, dass das Baden im Langener Waldsee nicht ganz so teuer wird wie ursprünglich beschlossen.

Langen

Badespaß am Langener Waldsee soll billiger werden

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Langener SPD-Fraktion hat einen Dringlichkeitsantrag gestellt, die verteuerten Eintrittsgebühren am Langener Waldsee zu verbilligen. Die waren von vier auf sechs Euro geklettert.

Der Badespaß am Langener Waldsee soll gemäß Satzung teurer werden: Statt vier Euro sollen Badegäste mit Beginn der Saison am 12. Juni sechs Euro zahlen. In den sozialen Medien stößt diese Preiserhöhung auf viel Kritik. Die SPD hat nun für die nächste Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag gestellt, die Eintrittspreise für die Langener Bäder zu verbilligen. In der Sitzung am Donnerstag, 10. Juni, müssen mindestens zwei Drittel der Stadtverordneten die Dringlichkeit bejahen. Erst dann darf der Antrag auf die Tagesordnung aufgenommen werden.

Der Eintrittspreis für das Strandbad am Waldsee ist für Erwachsene auf fünf Euro erhöht worden. Dazu kommt die Vorverkaufsgebühr von zehn Prozent – also 50 Cent – sowie eine Systemgebühr von 50 Cent. Macht insgesamt sechs Euro. Kinder ab vier Jahren und Jugendliche bis 14 zahlen einen Euro.

SPD-Antrag bedeutet: fünf statt sechs Euro Eintritt

Die SPD-Fraktion hatte im September zusammen mit den Grünen gegen die Erhöhung der Eintrittspreise gestimmt, war aber an der Parlamentsmehrheit gescheitert. In ihrem Dringlichkeitsantrag fordert sie, im Bäder-Eintritt solle die Bearbeitungsgebühr für Bestellungen im Internet inkludiert sein. Das hieße für den Waldsee: fünf statt sechs Euro Eintritt. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre während der Sommerferien sowohl am Waldsee als auch im Freizeit- und Familienbad an der Teichstraße kostenfrei sein.

„Auch die Frankfurter haben das für ihre Bäder beschlossen“, sagt SPD-Fraktionschef Rainer Bicknase. Familien, Kinder und Jugendliche hätten schließlich die Hauptlast der Pandemie getragen. Bäderchef Joachim Kolbe begründet die Preiserhöhung mit den Kosten für das Online-Ticketing, zu dem man wegen Corona verpflichtet sei, sowie mit dem „massiven Sicherheitsaufwand“, den die Stadt betreiben müsse.

Mehrausgaben für Sicherheit und Online-Ticketing

Zum einen müsse sie an der Zufahrt zum Waldsee für die gesamte Saison eine feste Kontrollstelle einrichten, an der zwei Personen die Parktickets kontrollieren. Zum anderen stünden dieses Jahr in jeder nahe gelegenen Waldschneise Wachposten mit einer gelben Warnweste, die mögliche Wildparker wegschicken und so dafür sorgen, dass nicht wie im Vorjahr ein heißer Autokatalysator einen Brand verursacht. Der Mehraufwand fürs Strandbad belaufe sich wohl auf 100 000 bis 200 000 Euro – „je nachdem, wie der Sommer verläuft“, sagt Joachim Kolbe.

Das Onlinesystem für die Ticketbuchung sei besonders, sagt er. Es benachrichtige die Nutzer, falls es zu einem Corona-Ausbruch komme. Außerdem könne sich der Badegast, der kein Internet oder keinen Drucker hat, nach der Buchung an jeder Vorverkaufsstelle in Deutschland sein Ticket ausdrucken lassen.

Waldsee-Eintrittspreis ohne zeitliche Begrenzung

„In anderen Städten zahlt man für einen Zeitslot, nicht für den ganzen Tag“, relativiert Kolbe die Langener Eintrittspreise. Als Beispiel nennt er das Parkschwimmbad Dreieich. Zwei Stunden Badespaß kosten dort pro Nase zwei Euro. Eine Mutter mit zwei Kindern, „die es in zwei Stunden nicht schafft“, zahle also zwölf Euro. In Langen dagegen sei der ganze Badetag viel günstiger.

An den Parkplatzgebühren von 4,90 Euro will die SPD übrigens nicht rütteln. Wer in Frankfurt in einem Parkhaus parke, zahle den Betrag pro Stunde, der am Waldsee für einen kompletten Tag gilt.

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