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Bad Nauheim

Autoren und Verleger treffen

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Die Buchmesse in Bad Nauheim bietet diesmal mehr Platz in der Trinkkuranlage. Rund 60 Aussteller waren zu der Veranstaltung gemeldet.

Der Umzug in die Trinkkuranlage hat sich für die Macherinnen der zweiten Ernst-Ludwig-Buchmesse am Wochenende offenbar gelohnt. Mehr Aussteller, mehr Platz für Besucher, resümiert Verlegerin Beatrix van Ooyen, die mit der Journalistin und Autorin Petra Ihm-Fahle die Messe auf die Beine stellte. Rund 60 Aussteller vorwiegend aus der Region sowie Vorträge und Lesungen gehörten zum Programm. Und zudem bestand die große Wahrscheinlichkeit als Leser, Autoren kennen zulernen etwa Uli Aechtner, Schreiberin der Hessenkrimis „Todesrauscher“, „Keltenzorn“ oder „Mordswetter“.

„Ich bin von der Messeleitung angesprochen worden, mitzumachen“, sagt die Frau, die schon seit einigen Jahren im Genre Krimi einen Namen hat. „Schöne Atmosphäre und nette Kollegen treffen“, erklärt die Wahl-Bad-Vilbelerin ihre Zusage. Mit einer bestimmten Erwartungshaltung sei sie nicht gekommen. „Sich offen begegnen und gucken was passiert“, sagt sie. Einige ihrer Leser hätten sich zu erkennen gegeben. Sie habe sogar eine Anfrage erhalten, an einer Serie mitzuschreiben. Aechtner glaubt jedoch, dass daraus eher nichts wird.

Sie bezeichnet die Buchmesse ob der lockeren Atmosphäre als auch „Buchparty“. So sieht es gleichfalls eine Besucherin. Ein Spaziergang habe sie dorthin geführt, genau so wie im Jahr zuvor, sagt die Bad Nauheimerin. „Krimis lese ich nicht, aber ich interessiere mich für andere Literatur“, sagt sie und bewundert, dass es noch „Verlage gibt, die so schön gestaltete Bücher auflegen“.

Das Buch als Kulturgut samt dem Umfeld Lesen und Schreiben machte den Ausstellerreigen aus. Daher gehörten Papeterieartikel wie feines Schreibpapier oder Füller aus schönen Hölzern gefertigt mit zum Programm wie die Praline zum Buchgenuss. Der literarische Bogen wurde von Comic, Kinderbuch über Poesie bis hin zum augenscheinlich stark auf der Messe präsenten Krimi geschlagen.

Fortsetzung im nächsten Jahr geplant

Erneut habe sich bestätigt, „dass es einen ganz großen Bedarf der Autoren und Verlage in der Region gibt, sich auf einer Buchmesse vorzustellen, sagt Beatrix van Ooyen. Im Vorjahr seien rund 50 Aussteller gekommen. Die Räumlichkeiten im Badehaus 7 des Sprudelhofs habe die Teilnehmerzahl begrenzt. Mit den Besuchern habe dort eine ziemliche Enge geherrscht, sagt van Ooyen.

In der Trinkkuranlage hätten nun 60 Aussteller Platz gefunden. Aber um alle Anfragen zu befriedigen habe auch der nicht gereicht, so die Messeorganisatorin. Anders als bei großen Buchmessen, dreht es sich in Bad Nauheim nicht um Umsätze und Buchhändlerbestellungen. Es ist eine Messe für den Endkunden. Für van Ooyen muss die zweitägige Veranstaltung zudem den Zweck von Kunst- und Kulturförderung erfüllen. Beides stellt sie unter dem Motto: „Für mehr Gerechtigkeit, Toleranz und Lebensfreude“.

Die bisherigen Buchmessen waren mit besonderen Daten des Namensgebers, Ernst Ludwig verbunden. Im Jahr 2017 war es der 80. Todestag des kulturell ambitionierten Großherzogs von Hessen und bei Rhein, in diesem Jahr ist es sein 150. Geburtstag. Ein besonderer Anlass findet sich ebenso im kommenden Jahr. Zum 100. Mal jährt sich die Veröffentlichung des Theaterstücks „Ostern“, das Ludwig unter dem Pseudonym E. K. Ludhard schrieb und das Premiere 1921 hatte.

Geht es nach van Ooyen, kann es 2019 zu einer Neuauflage der Buchmesse kommen. „Aber sie muss bei weiterhin freien Eintritt für Besucher finanzierbar bleiben“, sagt sie. „Wir zahlen für die Trinkkuranlage ganz normal Miete“, erläutert van Ooyen. Die Stadt habe eine Förderung mit Hinweis auf den kommerziellen Charakter der Messe bislang abgelehnt. „Mittlerweile hat Bad Nauheim einen neuen Bürgermeister“, sagt van Ooyen hoffnungsvoll.

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