Kommentar: RHEIN-MAIN-FLUGHAFEN

Ausverkauf

Bislang war alles nur ein Vorspiel. Das Raumordnungsverfahren, die Änderung des Landesentwicklungsplans, der Antrag zum Bau der Airbus-Wartungshalle: Alles

Von Wolfgang Schubert

Bislang war alles nur ein Vorspiel. Das Raumordnungsverfahren, die Änderung des Landesentwicklungsplans, der Antrag zum Bau der Airbus-Wartungshalle: Alles nichts im Vergleich zu dem, was in den nächsten Jahren auf die Frankfurter Flughafenbetreibergesellschaft Fraport zukommen wird. Mit dem Planfeststellungsverfahren für die vierte Piste auf Rhein-Main wird es jetzt richtig ernst. Längst zeichnet sich die drohende Flut von Klagen gegen das Projekt ab.

Das haben die Fraport-Manager und ihre Juristen erkannt. Häuser, über die Flugzeuge keine 200 Meter hoch hinwegdonnern würden, sind unbewohnbar. Das weiß Fraport-Chef Wilhelm Bender, und das werden ihm in den kommenden Gerichtsverfahren auch die Richter bescheinigen. Im schlimmsten Fall könnte damit der ganze Ausbau kippen.

Das will Fraport verhindern, greift in bewährter Weise in die Kasse und versucht, den Menschen der Region ihren Widerstand abzukaufen. Das ging beim ehemaligen Caltex-Gelände noch gut. Fraport erwarb das Areal, auf dem Hochregallager den anfliegenden Maschinen hätten in die Quere kommen können. Ob das bei den Anwohnern ebenso glatt geht, darf bezweifelt werden. Die wollen weiterhin dort leben, wo sie seit Jahrzehnten zu Hause sind, und sich ihr Wohnrecht nicht einfach abkaufen lassen.

Dossier: Wächst der Flughafen weiter?

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