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Ausstellung in Rüsselsheim: Frauen und Metamorphosen

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„Flower Head 2“ von Kiki Smith entstand 2012. Martin Uhl
„Flower Head 2“ von Kiki Smith entstand 2012. Martin Uhl © Kiki Smith, Courtesy of the art

„Daphne ohne Apoll“ in den Rüsselsheimer Opelvillen widmet sich weiblichen Positionen

Frauendarstellungen: Mit diesem Schwerpunkt sammelt das Ehepaar Maria Lucia und Ingo Klöcker aus Bad Homburg seit drei Jahrzehnten Kunst. In dieser Zeit konnten die beiden ganz unterschiedliche Malereien, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien und Skulpturen von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart zusammentragen, die „überraschende Positionen und auffällige Transformationen zeigen“, heißt es in einer Mitteilung der Rüsselsheimer Opelvillen.

Die Ausstellung

Die Ausstellung „Daphne ohne Apoll. Verwandlungen von Richter bis Lassnig aus der Sammlung Klöcker“ ist bis 31. Juli in den Opelvillen Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, zu sehen.

Zur Vernissage am Sonntag, 13. März, gibt es um 11 Uhr ein Sammlergespräch, das bereits ausgebucht ist. Die Veranstaltung wird aber auch online übertragen und kann über einen Link auf der Homepage verfolgt werden. myk

Weitere Informationen zu Begleitprogramm, Eintrittspreisen oder Corona-Regeln unter: www.opelvillen.de

„Metamorphosen“: Mit seinem Epos hat Ovid von der Antike bis heute Kunstschaffende inspiriert, zum Beispiel mit der Geschichte der Nymphe Daphne, die sich ihrem Verfolger Apoll entzog, indem sie sich in einen Lorbeerbaum verwandelte. Wolfgang Mattheuer hat diese Episode aufgegriffen und 1977 in einer Bronze verewigt – und sich dabei ganz auf die Figur der Daphne fokussiert. Seine Figur stand damit gewissermaßen Pate für den Titel der Ausstellung, die nun die Opelvillen der Sammlung Klöcker widmen: „Daphne ohne Apoll. Verwandlungen von Richter bis Lassnig aus der Sammlung Klöcker“ präsentiert von Sonntag an Werke von rund 40 Künstlerinnen und Künstlern.

Ob Gerhard Richter mit einem Bildnis der Queen von 1966, Gottfried Helnwein mit einem Gemälde aus seiner berühmten Reihe „The Disasters of War“, Sigmar Polke mit dem vierfarbigen Offsetdruck „Affenschaukel“ oder Kiki Smith, die gleich mit mehreren Werken vertreten ist, unter anderem mit ihrer Bronze „Flower Head 2“: Alle haben Frauenbilder und -bildnisse ins Zentrum ihrer Arbeiten gestellt, die bis Ende Juli in Rüsselsheim zu bestaunen sind. Kuratiert wird die Ausstellung von Beate Kemfert, die zur Eröffnung am Sonntagvormittag mit dem Sammlerpaar spricht.

„Ein spannendes Thema“, sagt auch Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne). Sie freue sich „über jedes Format, das zeigt, wie sich das Bild der Frau in der Kunst gewandelt hat und dabei auch weibliche Kunst thematisert“. Denn auch das sei eine Metamorphose: „raus aus der Rolle als Objekt oder allenfalls Muse männlichen Kunstschaffens hin zur Gestaltung von Kunst und damit zur Mitgestaltung der Welt“. myk

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