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Die S6 soll schneller werden.
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Die S6 soll schneller werden.

S-Bahnen in Rhein-Main

Ausbau der S-Bahn-Linie 6 ist wirtschaftlich

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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  • Jutta Rippegather
    Jutta Rippegather
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Eine Kosten-Nutzen-Studie zeigt, dass sich der Ausbau der S-Bahn-Linie S6 nach Bad Vilbel lohnt. Dem Baubeginn im September steht nach Angaben der Deutschen Bahn nichts im Wege.

Der vierspurige Ausbau der Strecke von Frankfurt-West nach Bad Vilbel rentiert sich. Die neue Kosten-Nutzen-Analyse ergab 1,67 Punkte. „Das ist sehr gut“, sagte Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Großprojekte Mitte bei der DB Netz. Der Bund fördere Projekte ab 1,0.

Das Ergebnis sei auch besser als das der ersten Berechnungen von vor zehn Jahren. Im Vergleich zu damals seien jetzt die Auswirkungen auf den gesamten Korridor berücksichtigt worden. Auch die Bevölkerungsprognosen wurden nach oben korrigiert. Die Untersuchung bezieht nun Frankfurt ein sowie die Landkreise Wetterau, Lahn-Dill, Gießen und Marburg-Biedenkopf. Rund 1,77 Millionen Menschen wohnen hier.

Ein halbes Jahr lang hätten Experten an der 100 Seiten starken Analyse gearbeitet, die ab sofort für jeden im Internet einsehbar ist, so Bolte. Dem Baubeginn im September stehe nichts mehr entgegen, sagte er. Der Kauf von 111 betroffenen Privatgrundstücken gehe „gut voran“.

Die Baukosten betrügen insgesamt 550 Millionen Euro, für beide Bauabschnitte nach Bad Vilbel und weiter nach Friedberg. Zusätzlich kämen Planungskosten hinzu, die in der neuen Untersuchung noch nicht berücksichtigt seien.

Der erste Bauabschnitt soll bis zum Jahr 2022 fertig sein. Danach folgt der zweite nach Friedberg, für den derzeit das Planfeststellungsverfahren läuft. Die S-Bahn-Linie 6 bekommt eigene Gleise, weil sie derzeit durch anderen Verkehr stark behindert wird. ICE und Regionalzügen haben Vorfahrt, die S-Bahn muss warten und hat oft Verspätung.

Im Zuge des vierspurigen Ausbaus entsteht in Frankfurt-Ginnheim ein neuer Halt, sämtliche Stationen auf der Strecke werden barrierefrei. Der Lärmschutz wird dem aktuellen Stand der Technik angepasst. „Es wird mit dem Ausbau leiser“, versprach Bolte.

Profitieren würden nicht nur S-Bahn-Nutzer. Auch der Regionalverkehr Richtung Norden könne ausgebaut werden, denn es gebe dann mehr Platz für zusätzliche Züge.

Nach dem Startschuss im September würden Bauweichen eingebaut und Signale gestellt. Großgeräte kämen erst im Frühjahr zum Einsatz. Gebaut werde möglichst tagsüber, um die Lärmbelastung für die Anwohner so niedrig wie nötig zu halten. Bei Veranstaltungen in April und Mai will die Bahn die Bürger über die Arbeiten informieren.

Kritik am Schienenprojekt äußerte das Aktionsbündnis Bahnane. Die Bahn trickse bei ihren Prognosen zum Güterverkehr, teilte der Sprecher Michael Hub mit, der davon ausgeht, dass deutlich mehr Güterzüge auf der Strecke fahren werden als die 91 am Tag, die die Bahn angibt. Das Bündnis befürchtet eine „Güterzugmagistrale“ zwischen den Häfen Rotterdam und Genua. Aus Sicht des Bündnisses besteht auch noch kein Baurecht, weil die Planänderung zu den Erschütterungen beklagt werde.

Am Sonntag, 26. März, veranstaltet das Bündnis einen Infotermin für Bürger von 15 bis 18 Uhr in der Turnhalle des TVE Eschersheim, Maybachstraße 14. Themen seien die drohenden Enteignungen von Grundstücken durch die Bahn, der Stand der Klage im ersten und der Stand der Einwendungen im zweiten Bauabschnitt.

Rainer Fich (SPD) aus dem Ortsbeirat in Dortelweil nannte die Veranstaltung einseitig. Die Politik in Bad Vilbel und Dortelweil unterstütze den S6-Ausbau.

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