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Auf Operationen vorbereitet sein

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Von: Patrick Eickhoff

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Andreas Schnitzbauer will mit der Patronus-App den Markt revolutionieren.
Andreas Schnitzbauer will mit der Patronus-App den Markt revolutionieren. eickhoff © Patrick Eickhoff

Wenn eine große Operation ansteht, dann wächst bei vielen Patienten die Unsicherheit. Hinweise hier, mögliche Folgen da. „Oft hat man so viele Fragen im Kopf, dass man gar nicht weiß, welche man den Arzt fragen soll“, sagt Prof. Dr. Andreas Schnitzbauer. Er ist Chirurg und Wissenschaftler an der Uni-Klinik in Frankfurt. Gemeinsam mit einem Team hat der Bad Vilbeler eine App entwickelt, die genau diesen Prozess vereinfachen soll.

„Mit der Patronus-Health-App wollen wir Patienten besser auf große Eingriffe vorbereiten, sowohl was ihr Wissen angeht, als auch die körperliche Fitness.“

Die Idee ist 2019 bei einem Ein-Jahres-Kurs im englischen Harvard entstanden. Nach rund zweijähriger Entwicklungsphase an der Goethe-Universität-Frankfurt haben Charlotte Detemble, Dr. Dora Zmuc, Mark Siller sowie Schnitzbauer ein Unternehmen gegründet. An mehr als 375 Patienten ist die App bereits getestet worden. Derzeit wird sie weiter optimiert. „Da bin ich der Uni-Klinik sehr dankbar, dass wir kooperieren können und so Arbeit und Forschung miteinander vereinen.“

Die Patronus-App funktioniert anhand der Herzfrequenzüberwachung über eine Smartwatch und entwickelt ein individuelles Trainingsprogramm. „Über einen Zeitraum von drei Wochen sollen die Patienten mit einem Intervalltraining fit gemacht werden.“ Mehr als ein Smartphone brauche der Patient dafür nicht. „Die Smartwatch wird von uns gestellt.“

Die ersten Tests hätten gezeigt, dass rund drei Wochen vor der Operation die Motivation der Patienten, solch ein Programm zu absolvieren, sehr hoch sei. „Wir überlasten sie nicht mit einem Programm, was mehrere Monate geht und viel zu viel verlangt“, sagt der 46-Jährige. „Drei Wochen sind als Vorbereitung optimal und können sehr viel ausmachen.“ Die Applikation misst Daten wie die Herzfrequenz und wertet diese aus. Ziel ist es auch, besser auf etwaige Komplikationen nach der OP vorbereitet zu sein. „Prähabilitation ist wichtig und wird immer wichtiger“, sagt Schnitzbauer. Anstatt den Patienten in den Wochen vor der Operation jeden zweiten Tag in der Klinik zu empfangen - „dafür fehlt leider den meisten die Kapazität“, können die Patienten sich daheim auf die Operation vorbereiten. Immer in Absprache mit dem Arzt. „Denn er sieht die Werte und kontrolliert sie. Auch wenn jemand zu stark trainiert hat.“ So können Krankenhausaufenthalte verkürzt und Behandlungskosten gesenkt werden.

Das Alter spielt dabei nicht zwingend eine Rolle. „Wir können für jeden ein Programm entwickeln.“ Das sei auch der große Vorteil, sagt Schnitzbauer. „Im Vergleich zu anderen Apps wird bei uns alles gemessen. Bei einer manuellen Eingabe gibt es keine Garantie, dass die Übungen richtig gemacht wurden. Durch das Messen gibt es Sicherheit.“

Informationen gibt’s unter patronus-health.com/DE.

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