Unter Atemschutz betraten die Einsatzkräfte die verrauchte Station der Langener Asklepios-Klinik.
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Unter Atemschutz betraten die Einsatzkräfte die verrauchte Station der Langener Asklepios-Klinik.

Brand in Klinik

Langen: Feuer in der Asklepios-Klinik

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Am Donnerstagabend bricht in einem Patientenzimmer der Asklepios-Klinik in Langen ein Brand aus. Sechs Menschen atmen Rauchgase ein.

Am Donnerstagabend hat es in der Asklepios-Klinik in Langen gebrannt. Die Feuerwehren aus Langen und dem benachbarten Egelsbach waren mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort, um das Feuer auf der chirurgischen Station im sechsten Stock zu löschen und die Patienten aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Polizei spricht in einer ersten Annahme von einer brennenden Zigarette als mutmaßlichem Auslöser.

Um 22.24 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage des Klinikums Alarm ausgelöst. „Als die Feuerwehr eintraf, war die Station im sechsten Stock schon fast komplett geräumt“, sagt der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Buchold. Das Klinikpersonal habe mehr als 30 Patienten aus den Zimmern auf die Station auf der anderen Seite der Etage gebracht, die Atemschutztrupps mussten dabei kaum noch Hand anlegen.

„Das Personal hat strikt nach einem Alarmplan gehandelt und die Situation erstklassig gelöst“, lobt Buchold. Sechs Klinikmitarbeiter und Patienten atmeten allerdings Rauchgase ein, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und mussten vom Rettungsdienst und dem Klinikpersonal an Ort und Stelle behandelt werden.

Feuer in einem Patientenzimmer ausgebrochen

Die Einsatzkräfte stellten fest, dass das Feuer in einem Patientenzimmer ausgebrochen war. Ein Bett habe gebrannt, berichtet Buchold, der Patient sei vom Klinikpersonal aus dem Zimmer gerettet worden. Rudi Neu, Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen, ging in einer ersten Annahme davon aus, dass der Patient vermutlich in seinem Bett geraucht und die Bettdecke Feuer gefangen hatte. Die Brandermittler der Kripo gehen der Brandursache derzeit aber noch auf den Grund.

Die Feuerwehr sicherte den Bereich mit Rauchverschlüssen, um eine Ausbreitung des Qualms zu verhindern, und machte sich parallel an die Brandbekämpfung. Man habe das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht, sagt Buchold. Im Anschluss sorgten die Wehrleute dafür, dass der dicke Qualm im Stationsflur abzog.

In einer ersten Schätzung war von rund 10 000 Euro Schaden die Rede, weil das Zimmer unbenutzbar ist. Nach Meinung des Polizeisprechers wird diese Summe aber bei weitem nicht reichen. Die gesamte Station muss nämlich von dem gräulichen Niederschlag befreit werden.

Die Patienten der betroffenen Abteilung seien mittlerweile hausintern so verteilt worden, dass es keine Überbelegung gibt, sagte Buchold.

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