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Der Digitalisierung der Schulen kommt seit Corona eine ganz neue Bedeutung zu.
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Der Digitalisierung der Schulen kommt seit Corona eine ganz neue Bedeutung zu.

Armin Schwarz (CDU)

Mehr Schwung durch digitale Konzepte

Lernen und Lehren vor Ort ist die Grundlage für erfolgreichen Unterricht. Aber die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten. Ein Gastbeitrag.

Die Corona-Pandemie stellt auch die Beschulung der hessischen Schülerinnen und Schüler vor enorme Herausforderungen. Erstmals in der Bundesrepublik mussten im Frühjahr Schulen flächendeckend und komplett geschlossen werden – ein nicht für möglich gehaltenes Szenario. Und dennoch haben Schulen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie das Kultusministerium die für uns alle völlig neue Situation erfolgreich bewältigt.

Die Gesundheit der Schüler- und Lehrerschaft zu schützen und gleichzeitig möglichst viel Präsenzunterricht und Bildung zu gewährleisten, haben für uns oberste Bedeutung. Schon früh konnten sich alle Lehrkräfte auf das Virus testen lassen. Mehrfach wurde das Hygienekonzept entsprechend angepasst. Weil die Rahmenbedingungen an den rund 2000 Schulen in Hessen vielfältig sind, passen die Schulträger ihre Maßnahmen an die vor Ort herrschenden Rahmenbedingungen an. Wir sind froh – und das ist auch das Ergebnis des besonnenen Handelns unter CDU-Kultusminister Alexander Lorz –, dass nach den Sommerferien stetig deutlich über 98 Prozent der hessischen Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen Zeit am Präsenzunterricht teilnehmen konnten und vergleichsweise nur wenige Schulen aufgrund von Corona-Fällen temporär geschlossen werden mussten. Dazu beigetragen haben auch 75 Millionen Euro, mit denen das Land Hessen die Schulträger mit einem Programm für Hygienemaßnahmen und Luftreinigungsgeräte unterstützt hat. Hessen war das erste Land, das im Frühjahr das Abitur mutig, erfolgreich und ohne größere Komplikationen hat schreiben lassen – die Schülerinnen und Schüler sind bis heute dankbar dafür.

Vorreiter ist Hessen auch beim digitalgestützten Distanz-unterricht: Als erstes Land ist dies in der Zeit der Pandemie für Schülerinnen und Schüler in den beruflichen Schulen und der Sekundarstufe II (der Oberstufe) möglich – unabhängig vom Infektionsgeschehen. In besonderen Fällen können dies auch die Klassenstufen 8 bis 10 wahrnehmen, sofern alle Eltern, die Schülerschaft, die Schulgemeinde sowie der Schulträger dies wünschen. Damit sind die hessischen Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus per Video mit dem Klassenzimmer verbunden.

Armin Schwarz ist schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im hessischen Landtag.

Wir sind der festen Überzeugung, dass das Lernen und Lehren vor Ort in der Schule die Grundlage für erfolgreichen Unterricht ist. Aber mit den neuen digitalen Möglichkeiten wollen wir der pädagogischen Innovationsfreude vieler Schulen für neue Unterrichtskonzepte zusätzlichen Schwung verleihen und die damit verbundenen Chancen für den schulischen Regelbetrieb nutzbar machen. Die Grundlage dazu bietet die hessische Schulcloud, welche das Kultusministerium und das ebenfalls CDU-geführte Digitalministerium massiv ausgebaut haben. Aktuell arbeiten über 90 Prozent der weiterführenden öffentlichen Schulen damit.

Wir schreiten damit bundesweit voran und bauen digitalgestützten Distanzunterricht systematisch aus. Dazu greift das Kultusministerium den Schulträgern, also den Landkreisen und kreisfreien Städten, kräftig unter die Arme. Als einziges Bundesland legt Hessen auf den Digitalpakt des Bundes weitere 25 Prozent Eigenmittel obendrauf und fördert damit den Digitalisierungsprozess mit insgesamt 500 Millionen Euro. Auch für die Anschaffung von Schülerendgeräten und den IT-Support an Schulen legt Hessen 25 Prozent an Finanzmitteln obendrauf und entlastet damit die Schulträger.

Derzeit wird der Landeshaushalt im Landtag beraten. Beschlossen ist bereits, dass der Bildungsetat für 2021 auf den Höchststand von 4,3 Milliarden Euro steigt. Allein seit 2014 hat die Landesregierung rund 5000 neue Stellen an hessischen Schulen geschaffen. Für das laufende Schuljahr gab es einen Zuwachs von 770 Stellen. Mit diesen Rekordinvestitionen machen wir die Schulen weiter fit für ein modernes und erfolgreiches Lernen und Lehren – besonders in Zeiten der Covid-Pandemie.

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