Alexa Feser wird zwischen ihren Konzerten und Frankfurt um die Teilnahme beim ESC singen.
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Alexa Feser wird zwischen ihren Konzerten und Frankfurt um die Teilnahme beim ESC singen.

Eurovision Song Contest

Vier Bands, ein Ziel: ESC

  • Miriam Keilbach
    vonMiriam Keilbach
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Alexa Feser, Faun, Laing und Mrs. Greenbird verbindet musikalisch wenig. Doch sie haben einen gemeinsamen Traum: Jeder will Deutschland beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten. Vor dem deutschen Vorentscheid touren sie allesamt durchs Rhein-Main-Gebiet.

Musikalisch verbindet Alexa Feser, Mrs. Greenbird, Faun und Laing wenig: Alexa Feser singt auf Deutsch, mal Balladen, mal Uptempo-Nummern; Mrs. Greenbird mixen Singer-Songerwriter-Musik mit Country, Folk und Pop; Faun ist in der Mittelalterszene zu Hause und Laing besticht mit Elektro-Pop. Und doch verbindet sie eines: Die vier sind Kandidaten bei „Unser Song für Österreich“, dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) in Wien. Wer sich am 5. März in Hannover durchsetzt, kann seine Musik bald vor ganz Europa präsentieren.

Alexa Feser musste eigenes wegen der Teilnahme bei „Unser Song für Österreich“ ihre Tournee verschieben. Eigentlich sollte sie am 5. März nämlich den Colos-Saal in Aschaffenburg auftreten – der Termin wird nun zehn Tage später nachgeholt. Die in Wiesbaden geborene Musikerin war vor drei Monaten erstmals als Headlinerin auf Tournee: mit ihrem Album „Gold von morgen“ und Songs, die präzise formulierte Kurzgeschichten über das Leben und die Liebe, das Scheitern und wieder Aufstehen erzählen.

Die Wahlberlinerin, die ursprünglich unter dem Künstlernamen Alexa Phazer auftrat, lernte bereits mit vier Jahren Klavier, tanzte lateinamerikanische Tänze sowie Standardtänze und legte als DJane auf. Die 35-Jährige arbeitete zudem als Backgroundsängerin etwa für die ESC-Teilnehmer No Angels oder Thomas Anders.

Gaukler und Feuerspucker

Ein ganz anderes Publikum ziehen die Mittelalter-Rocker von Faun an, die ebenfalls Konzerte ihrer aktuellen Tournee „Luna“ verschieben mussten. Seit mehr als zehn Jahren sind die derzeit sechs Musiker unterwegs und spielten seither mehr als 700 Konzerte.

Das vergangene Jahr war das bislang erfolgreichste für die Band: Sie waren gleich zweimal für den Echo nominiert. Wert legen die Musiker auf das Ambiente: Gaukler und Feuerspucker haben sie ebenso bei ihren Auftritten dabei wie Minnesänger und mystische Bühnenkonzeptionen.

Mrs. Greenbird hingegen sind für gute Laune zuständig. Das Duo, bestehend aus Sarah Nücken und Steffen Brückner gab bereits bekannt, Deutschland mit dem Song „Shine Shine Shine“ von ihrem zweiten Album „Postcards“ in Wien vertreten zu wollen. Der Song beschäftigt sich mit dem Glauben – dazu erklingen Ukulele und fragiler Chorgesang.

Wer Laing nicht kennt, kennt zumindest ihren Hit – insofern er im Herbst und Winter 2012 keine Reise ins Weltall machte: Damals ging nichts ohne den Hit „Morgens immer müde“. Mit der schnörkellosen und minimalistischen fast Sprechgesang-Nummer landeten die drei Sängerinnen, die live von einer Tänzerin und Choreografin begleitet werden, einen Top-Ten-Hit. Im Rhein-Main-Gebiet treten sie im Rahmen ihrer Tour „Wechselt die Beleuchtung“ nicht auf, wer eine Stunde Fahrt auf sich nimmt, kann sie aber in Heidelberg erleben.

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