Wiesbaden

Architekten erwarten mehr Mut beim Wohnungsbau

Architekten und Stadtplaner in Hessen erhoffen sich von der neuen Landesregierung mehr Engagement in der Wohnungspolitik. Zur Feier ihres 50-jährigen Bestehens bedauerte die AKH Hessen (Architektur- und Stadtplanerkammer) zwar, dass es auch künftig

Architekten und Stadtplaner in Hessen erhoffen sich von der neuen Landesregierung mehr Engagement in der Wohnungspolitik. Zur Feier ihres 50-jährigen Bestehens bedauerte die AKH Hessen (Architektur- und Stadtplanerkammer) zwar, dass es auch künftig in Hessen kein eigenständiges Wohnungsministerium gebe. Ein Fortschritt sei jedoch, dass die für Hessen zentrale Aufgabe des Wohnungsbaus dem Wirtschaftsministerium zugeschlagen werden solle. Bisher war das Ressort ein Teil des Umwelt- und Agrarministeriums.

Die AKH will sich in die von Schwarz-Grün im Koalitionsvertrag angekündigte Landesberatungsstelle für neue Wohnformen einbringen. „Wir brauchen mehr Mut beispielsweise beim Zuschnitt von Wohnungen“, sagt AKH-Sprecher Christof Bodenbach. Bisher gelte im sozialen Wohnungsbau immer noch die traditionelle vierköpfige Familie als Richtschnur. Pilotprojekte könnten dabei wichtige Erkenntnisse für alternative Wohnformen liefern.

Schwarz-Grün hat angekündigt, den sozialen Wohnungsbau in den kommenden fünf Jahren mit 2,2 Milliarden Euro zu fördern. Dafür sollen rund 22 000 Wohnungen gebaut werden.

Die AKH feiert am kommenden Freitag und Samstag in Wiesbaden mit internationalen Experten ihr 50-jähriges Bestehen. Im Zentrum stehen dabei die Bodenspekulation in Ballungsräumen und naturgerechtes Bauen. Außerdem geht es um die Frage, wie Bauen auf dem Land der Abwanderung und dem demografischen Wandel entgegenwirken kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare