FDP-Anfrage

Archäologen untersuchen künftige Baugebiete

Dem Ministerium zufolge haben Mitarbeiter der Landesbehörde hessenArchäologie seit 2014 in 18 Fällen kostenpflichtige Grabungen in unterschiedlicher Größenordnung durchgeführt.

Archäologen haben in den vergangenen Jahren in zahlreichen Fällen künftiges Bauland auf historische Relikte untersucht. Welche Kosten dadurch den hessischen Kommunen entstanden sind, sei aber nicht zu beziffern, teilte das Ministerium für Wissenschaft und Kunst auf eine Landtagsanfrage der FDP mit. Das liegt demnach unter anderem daran, dass für die Untersuchungen Bodeneingriffe durchgeführt werden, die beispielsweise zur Erschließung von Baugebieten ohnehin angefallen wären. "Die damit oder auch mit anderen Maßnahmen einhergehenden Kosten sind somit nicht primär und ausschließlich einer archäologischen Maßnahme zuzurechnen."

Dem Ministerium zufolge haben Mitarbeiter der Landesbehörde hessenArchäologie seit 2014 in 18 Fällen kostenpflichtige Grabungen in unterschiedlicher Größenordnung durchgeführt. Das hätten "denkmalrechtliche Auflagen notwendig" gemacht. Bei den Projekten habe es sich aber in den wenigsten Fällen konkret um Baulanderschließungen gehandelt. Außerdem seien in 780 Fällen Archäologie-Firmen mit den Bodenuntersuchungen beauftrag worden.

Wer in ein Kulturdenkmal eingreift, also zum Beispiel bauen will, muss laut dem Hessischen Denkmalschutzgesetz "im Rahmen des Zumutbaren" die Kosten tragen, die für die "Erhaltung, fachgerechte Instandsetzung oder Bergung und Dokumentation des Denkmals" anfallen. Kommunen und Planer können sich dem Ministerium zufolge über Bodendenkmäler im Internet auf dem "Geoportal Hessen" informieren. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare