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Arbeitslosigkeit in Hessen sinkt weiter

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Noch sinkt die Zahl der Arbeitslosen in Hessen. Die Quote lag noch nie in einem Februar so niedrig. Doch die Arbeitsagentur sieht Hinweise, dass es nicht unbedingt so weiter geht.

Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im Februar leicht gesunken. 155 679 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1186 weniger als im Januar. Die Quote blieb bei 4,6 Prozent. Das ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit der niedrigste Februarwert seit 1981. Besonders deutlich sank im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Langzeitarbeitslosen.

In neun Landkreisen liegt die Arbeitslosenquote unter vier Prozent. Negativer Spitzenreiter bleibt Offenbach trotz deutlichen Rückgangs mit einer Quote von 9,2 Prozent. In Frankfurt lag die Quote bei 5,2 Prozent.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Dezember auf 2,63 Millionen. Sie wuchs in Hessen mit 2,5 Prozent erneut überdurchschnittlich stark an.

Die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit rechnet allerdings damit, dass sich die seit Jahren anhaltende Entwicklung zu immer höheren Erwerbstätigen- und sinkenden Arbeitslosenzahlen abbremsen könnte. Hinweise dafür sei die gesunkene Zahl der neuen Stellen sowie ein Rückgang der Beschäftigten im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, also der Zeitarbeit, sagte Regionalchef Frank Martin. Zudem sei die Anzahl der derjenigen, die sich frühzeitig arbeitssuchend melden, wieder gestiegen.

Auch der Chef der Agentur für Arbeit, Karl-Heinz Huth, hält einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit trotz inzwischen schwächelnder Konjunktur für möglich. Die Dynamik aber lasse nach, sagt er.

Der hessische DGB-Vorsitzende, Michael Rudolph, nannte es am Freitag besorgniserregend, dass inzwischen fast jeder zehnte Beschäftigte in Hessen einen Nebenjob habe, um über die Runden zu kommen. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Dirk Pollert, forderte mehr Kontrollen gegen Schwarzarbeit.

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