Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Agentur für Arbeit
+
Noch immer liegen die Arbeitslosenzahlen aber weit über den Werten vor der Krise.

Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit in Hessen geht leicht zurück

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Der neue Lockdown wirkt sich bisher kaum auf die Arbeitslosenzahlen in Hessen aus. Immer klarer wird aber, wie stark die Krise jetzt schon Südhessen trifft.

Trotz der Corona-Pandemie und des Teil-Lockdowns ist die Arbeitslosigkeit in Hessen im Vergleich zu den Vormonaten weiter gesunken. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren im November gut 188 000 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Quote sank gegenüber Oktober leicht auf nun 5,5 Prozent.

Die Agentur für Arbeit sieht bisher keinen besonderen Effekt des Teil-Lockdowns auf den Arbeitsmarkt in Hessen. „Weder im Hotel- und Gaststättenbereich noch im Handel wurden auffällige Entlassungszahlen registriert“, sagte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, am Dienstag. „Die Betriebe halten mehrheitlich an ihren Mitarbeitern fest.“ Offenbar wirkten die Soforthilfen des Bundes und das Kurzarbeitergeld.

Noch immer liegen die Arbeitslosenzahlen aber weit über den Werten vor der Krise. Überproportional stark sind die Zahlen laut Agentur für Arbeit dabei seit Ausbruch der Pandemie in Südhessen gestiegen. Die Krise treffe insbesondere den Arbeitsmarkt in Frankfurt, Stadt und Kreis Offenbach, dem Main-Taunus-Kreis und dem Hochtaunuskreis. In Frankfurt etwa ist die Arbeitslosigkeit zwar im Vergleich zu den Vormonaten zurückgegangen, liegt mit 7,1 Prozent aber 2,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Für Offenbach nennt die Agentur für Arbeit eine Quote von 10,3 Prozent – vor einem Jahr lag diese bei 8,1 Prozent.

Die Agentur für Arbeit erklärt die deutlichen Anstiege unter anderem mit den Problemen des vor der Krise stark gewachsenen Bereichs Transport und Logistik. Letztendlich seien seit Ausbruch der Krise weniger Menschen und weniger Waren in Bewegung als noch vor einem Jahr, sagte Martin. Das wirke sich angesichts der sehr großen Bedeutung des Flughafens, der Reisebranche und des Waren- und Konsumgütertransports für die Region stark auf den Arbeitsmarkt in Südhessen aus.

Wie stark die Corona-Krise die zuvor viele Jahre sehr gute wirtschaftliche Entwicklung ausgebremst hat, zeigt auch die stark gesunkene Nachfrage nach Arbeitskräften. Hessenweit liegt die Zahl offener Stellen mehr als ein Viertel unter dem Vorjahreswert.

Der DGB Hessen-Thüringen warnt mit Blick auf die Arbeitsmarktzahlen vor einer Zunahme von Armut. Er forderte eine rasche Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände stellt sich gegen steigende Sozialausgaben. Sie forderte etwa, die Erhöhungen des Kurzarbeitergeldes ab dem vierten und siebten Monat sofort zu beenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare