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Im Mai waren in Hessen 164.559 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet.

Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote in Hessen unter 5 Prozent

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Im Mai sind in Hessen 164.559 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet - damit liegt die Quote erstmals seit 26 Jahren wieder unter fünf Prozent.

Die Arbeitslosenquote in Hessen ist im Mai auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren gesunken. Zum ersten Mal seit September 1991 liegt sie nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit mit 4,9 Prozent wieder unter der Fünf-Prozent-Marke. 164 559 Menschen waren im Mai in Hessen arbeitslos gemeldet. Das sind 6566 weniger als im Vorjahresmonat. Auch die Zahl der Unterbeschäftigten, zu denen auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und kurzfristig Arbeitsunfähige gezählt wurden, sank – auf nun 230 738.

In Frankfurt sank die Arbeitslosenquote auf ein Rekordtief von 5,8 Prozent, in Offenbach auf 9,5 Prozent. Im Landkreis Fulda liegt die Quote mit 2,7 Prozent inzwischen sogar unter der Drei-Prozent-Marke.

Den erneuten Rückgang der Arbeitslosenzahlen erklärte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, am Mittwoch außer mit saisonalen Gründen mit der stetigen Nachfrage nach Arbeitskräften und der guten konjunkturellen Lage. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei auf mehr als 2,5 Millionen gestiegen, die der offenen Stellen auf mehr als 50 000. Beides seien neue Rekordwerte.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wies besonders auf den Rückgang bei Langzeitarbeitslosen und älteren Arbeitssuchenden hin. Für beide Gruppen ist die Rückkehr in den Arbeitsmarkt, wie die Regionaldirektion betont, aber immer noch schwer. Jeder zweite Arbeitslose in den Jobcentern ist nach ihren Zahlen länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung, jeder vierte mehr als 50 Jahre alt.

Der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer (CDU) rät daher, Langzeitarbeitslose für marktferne, ehrenamtliche und gemeinwohlfördernde Tätigkeiten zu aktivieren und ihnen den Mehraufwand zu entschädigen. Es sei verheerend, wenn Menschen den Eindruck hätten, sie würden nicht mehr gebraucht.

Der DGB Hessen-Thüringen dringt darauf, angesichts der guten Arbeitsmarktlage die grundlose Befristung von Beschäftigungsverhältnissen abzuschaffen. Die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände widerspricht. Zunächst befristete Arbeitsverhältnisse und Zeitarbeit ermöglichten gerade Menschen ohne Ausbildung und Berufserfahrung den Einstieg in Arbeit.

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