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Agentur für Arbeit.

Arbeitsmarkt 

Arbeitlosigkeit so niedrig wie zuletzt 1992

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Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Besonders die Zahl der Menschen in Grundsicherung nimmt deutlich ab. Doch die Zahl der neu gemeldeten Stellen sinkt.

Die gute Entwicklung auf dem hessischen Arbeitsmarkt setzt sich trotz zunehmender Sorgen um die Konjunktur fort. Nach Zahlen der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit waren im April 148 450 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das ist der niedrigste Wert für diesen Monat seit dem Jahr 1992.

Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 Prozent. Im Vorjahresmonat hatte sie noch bei 4,7 Prozent gelegen. In 13 der 26 hessischen Kreise liegt sie inzwischen unter vier Prozent, in Frankfurt bei fünf Prozent. Am höchsten bleibt die Arbeitslosigkeit nach Angaben der Regionaldirektion in der Stadt Offenbach, wo die Quote auf 8,8 Prozent zurückging. Auch die Zahl der Unterbeschäftigten, zu denen die Arbeitsagentur außer Arbeitslosen auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Programmen und kurzfristig Arbeitsunfähige zählt, sank.

Maßgeblich für den Rückgang ist nach Angaben der Agentur für Arbeit, dass mehr Menschen, die von Grundsicherung lebten, in den Arbeitsmarkt gelangen. Die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II sank im Vergleich zum April 2018 um mehr als 10 000 Menschen. Im Bereich SGB III stieg die Arbeitslosigkeit dagegen zumindest im Vergleich zum Vormonat an – und das bereits zum zweiten Mal.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Februar auf einen neuen Rekordwert von 2,62 Millionen. Weiterhin wächst die Beschäftigung in Hessen mit nun 2,2 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr stärker als im Bundesdurchschnitt. In Frankfurt ist die Zahl der Beschäftigten sogar um 3,7 Prozent gestiegen, wie die dortigen Agentur für Arbeit mitteilt.

Einen hessenweit deutlichen Rückgang gab es allerdings im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, also der Zeitarbeit. Ein Stellenabbau auf diesem Sektor gilt als Indikator für einen Abschwung.

Auch die Zahl der neu gemeldeten Stellen sank im April. Sie lag landesweit 3,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch in Frankfurt ging der Stellenzugang zurück.

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