Datenschutz

SPD verteidigt RMV-Daten

  • schließen

Die Gruppe im Regionalverband will Apple und Google nicht subventionieren. Sie kritisieren den Vorstoß der Unabhängigen.

Die SPD-Gruppe im Regionalverband lehnt das Offenlegen der Daten des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) rigoros ab. „Wenn die Unabhängige Gruppe/FDP die Daten der öffentlichen Hand an Apple und Google in die USA schicken will, um deren Geschäftsmodelle zu subventionieren, dann müssen sie mit unserem deutlichen Widerstand rechnen“, kündigte Sprecher Michael Göllner an. Die Unabhängige Gruppe war am Mittwoch mit einem entsprechenden Antrag gescheitert, der nach ihrer Auffassung die Fahrgastinformation verbessert hätte.

„Google und Apple haben nicht einfach das Vorrecht darauf, Leistungen Dritter, also die des organisierten Personennahverkehrs, für sich selbst kommerziell zu verwerten“, ergänzte Thomas Jühe, Bürgermeister von Raunheim. Die SPD schließe sich hier der Position des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) an. Der setze sich „äußerst engagiert“ mit dem Thema Datenbereitstellung auseinander. Im Vordergrund stünde dabei, dass die wesentlich mit öffentlichen Mitteln finanzierten Verkehrsunternehmen selbst die wirtschaftliche Verwertung der Daten übernehmen können. Die Einnahmen könnten dann in mehr Qualität und Angebote fließen.

Die Sozialdemokraten werfen den Unabhängigen „laxen Umgang mit den Kundendaten“ vor. Wohingegen sie großen Wert auf deren Schutz legten. „Bus- und Bahnkunden müssen sicher sein können, dass sie nicht zum Spielball der rein wirtschaftlichen Interessen von Internet-Riesen werden.“ Vom RMV gab es auf FR-Anfrage keine Stellungnahme.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare