Sabrina Wilstermann

Auf dem Weg zum Star

Die 18-jährige Sabrina Wilstermann steht in Fechenheim vor der Kamera. Von Kristiane Schengbier

Von Kristiane Schengbier

Wir haben uns angeschaut und da war einfach allen klar: Sie ist es!" Wenn in der alten Fabrikhalle im Frankfurter Stadtteil Fechenheim der Name Sabrina fällt, dann leuchten nicht nur die Augen des Filmproduzenten Fritjof Hohagen. "Zur Ruhe kommen, bitte, wir drehen", ist zu hören. Hier entsteht ein neuer Kinofilm und sie ist es, die alle begeistert: Sabrina Wilstermann, 18 Jahre und nach den Prognosen des Teams ab 2011 auch ganz sicher ein Kinostar. "Wir sind davon überzeugt, dass sie einmal groß herauskommt", sagt Produzent Hohagen.

Singen kann sie, tanzen und schauspielern. Eben alles, was man für einen Film braucht, der insbesondere bei Jugendlichen ankommen soll. Es geht darin um das Suchen und Finden der eigenen Identität. Um Träume, Liebe und die Überwindung von Grenzen. Und Sabrina Wilstermann weiß genau, was das bedeutet. "Diese Rolle, das bin ich", sagt sie, "ich habe dasselbe erlebt wie die Stella im Film."

Eine der Hauptrollen in dem Film zu bekommen, der derzeit noch den Arbeitstitel "Homies" trägt, ist für die junge Frau ein fast unfassbarer Karriereschritt. Realisiert hat sie ihn noch nicht ganz. Und dennoch geht sie offen und mit Selbstvertrauen an ihre neue Aufgabe. Aufrecht und mit einem wachen, geraden Blick erzählt sie von sich: "Ich mache derzeit eigentlich noch eine Musical-Ausbildung an der Academy of Stage Arts in Oberursel." Dort hat sie auch ihr Schulleiter gefragt, ob sie sich nicht für das Casting bewerben will. Und dabei hat sie sich dann gegen über 100 Konkurrentinnen durchgesetzt. "Gleich ins Kino, das fängt wirklich gut an."

Und alle stehen hinter ihr. Die Eltern zum Beispiel, die ihr einen frühen Start der Musical-Ausbildung ermöglicht haben. "Mit 16 darf man dort anfangen. Das Gymnasium habe ich nach der zehnten Klasse verlassen, um keine Zeit zu verlieren. Hätte ich mit 19 erst angefangen, wären mir andere schon Jahre voraus." Die Mutter, selbst Bankkauffrau, besucht sie, wann immer das möglich ist, auch an den Drehorten. Ihr Vater ist Elektriker. Gemeinsam lebt die Familie in Neu-Isenburg, das die 18-Jährige nur der Karriere zuliebe verlassen möchte. "Ich liebe Neu-Isenburg, ich habe schon immer da gelebt, aber für meine Arbeit werde ich wahrscheinlich nach Berlin oder in andere große Städte gehen müssen."

Für alles ist sie dabei offen, wird aber nun zunächst einmal ihre Ausbildung fortsetzen - als nächstes steht ihre Zwischenprüfung an. Fertig also ist die junge Frau noch lange nicht, aber sie gibt alles, um auch mit einem Teenie-Idol wie Jimi Blue Ochsenknecht, an dessen Seite Sabrina in "Homies" spielt, mithalten zu können.

"Adnan G. Köse, der Regisseur, gibt mir immer wieder gute Tipps. Alle hier helfen mir und vor allem Adnan kann sich immer sehr gut in mich hineinversetzen." Auch wenn ihr noch ein wenig die Routine fehlt - Regisseur Köse war es wichtig, das Mädchen an Jimi Blues Seite beim Tanzen und Singen nicht doublen zu müssen. Natürlich wird die Neu-Isenburger Newcomerin deshalb im nächsten Jahr auch auf dem Soundtrack zum Film zu hören sein.

Eine der Partnerinnen einzusetzen, mit denen der junge Jimi Blue Ochsenknecht, Sohn von Schauspieler und Sänger Uwe Ochsenknecht, bereits zusammengespielt hat, wurde zwar anfangs überlegt, aber nicht in die Tat umgesetzt. "Die Befürchtung, dass es sie vielleicht überfordern könnte, gleich an der Seite des Teenie-Stars zu spielen, hat sich allerdings nicht bestätigt", erklärt Produzent Hohagen. Mit Sabrina sei man also rundherum zufrieden, sie habe ein ausgesprochen großes Talent.

In nur 25 Drehtagen in Frankfurt und Bad Homburg hat das Team den Film fast in Rekordzeit im Kasten gehabt. Gute Schauspieler, perfekt zusammengelegte Motive und zur Not auch einmal eine Absperrung für allzu eifrige Fans von Jimi Blue hätten es möglich gemacht. Günther Kaufmann, Detlef D! Soost und Ann-Kathrin Kramer werden ebenfalls an Sabrinas Seite zu sehen sein.

Kommentare