Frankfurt/Main/Darmstadt

Anklage zu Steuerhinterziehung bei Handel mit Kupferkathoden

Ganz im Stil eines Kettenbetrugs soll ein 64 Jahre alter Unternehmer im Kreis Bergstraße beim Handel mit Kupferkathoden Steuern in Höhe von etwa sechs Millionen Euro hinterzogen haben.

Ganz im Stil eines Kettenbetrugs soll ein 64 Jahre alter Unternehmer im Kreis Bergstraße beim Handel mit Kupferkathoden Steuern in Höhe von etwa sechs Millionen Euro hinterzogen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat nun Anklage bei der Wirtschaftskammer des Landgerichts Darmstadt gegen den Mann erhoben. Als Vorstand einer Aktiengesellschaft soll sich der Mann von Februar 2013 bis Dezember 2014 an einem Umsatzsteuer-Kettenbetrug beteiligt haben.

Der Angeschuldigte habe sich den Ermittlungen zufolge „in der Mitte der Kette“ befunden, wo durch Weiterverkäufe versucht worden war, als sogenannte „Buffer“ den Steuerbetrug zu verschleiern, sagte ein Behördensprecher am Dienstag.

Im Zuge ihrer Ermittlungen hatte die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft, die unter anderem organisierte Wirtschaftskriminalität verfolgt, mehrere betrügerische Rechnungsketten aufgedeckt. Dabei beziehen die sogenannten „missing Trader“ aus dem Ausland Waren, in diesem Fall Kupferkathoden, geben aber keine oder falsche Umsatzsteuerzahlungen an. Nach mehreren Weiterverkäufen veräußert das letzte Glied der Kette die Waren wieder ins Ausland und macht die nie gezahlte Umsatzsteuer geltend.

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