+
Andrea Schülner soll Stadträtin werden.

Mitgliederentscheid

Andrea Schülner soll Stadträtin werden

  • schließen

In Rödermark wird  Andrea Schülner zur Kandidatin für das Amt gewählt.

Nach einem grünen Bürgermeister soll Rödermark auch eine grüne Erste Stadträtin bekommen: Am Mittwoch haben die Mitglieder der Anderen Liste/Grüne Andrea Schülner zur Kandidatin für das Amt gewählt. Die Stadtverordnetenversammlung wählt am 18. Juni einen neuen Ersten Stadtrat, da Amtsinhaber Jörg Rotter (CDU) zum Bürgermeister gewählt wurde. Schülner unterlag im Bürgermeisterwahlkampf Rotter deutlich. Da in der schwarz-grünen Koalition ausgemacht wurde, dass im Falle des Wahlsiegs von Rotter als Bürgermeister die Grünen das Vorschlagsrecht für den Ersten Stadtrat haben, dürfte Schülners Wahl als gesichert gelten.

Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch war das aber noch nicht der Fall: Parteivize Eckhard von der Lühe schlug die 57-jährige Parteichefin Schülner als Kandidatin vor, Versammlungsleiter Thomas Graf wollte fast schon zur Wahl übergehen, als Sigrid Schaap Schülners Vorgängerin Perihan Demirdöven als Kandidatin ins Spiel brachte. In ihrer Rede machte die 43-jährige Juristin deutlich, dass sie sich das Amt zutraue und dass „es keinen Automatismus gebe, dass die Bürgermeister-Kandidatin auch die Erste-Stadträtin-Kandidatin“ sein müsse. Schülner verwies auf ihr Programm als Bürgermeister-Kandidatin bei der Frage nach ihren Zielen.

Auch wenn beide das Wort Kampfabstimmung ablehnten, traten doch deutliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei zutage. Von den 49 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten am Ende 29 für Schülner, 17 für Demirdöven, zwei enthielten sich. Eine Stimme war ungültig.

Schülner wie Demirdöven lobten die Abstimmung als Zeichen für funktionierende Demokratie, Demirdöven sagte Schülner Unterstützung in ihrer Arbeit zu. „Ich weiß, dass ich mein Bestes für Rödermark geben werde“, sagte Schülner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare