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Die Kräne an den entkernten KWU-Türmen am Kaiserlei in Offenbach drehen sich wieder, das Neubauprojekt am Fuße der Türme ist in Vorbereitung.
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Die Kräne an den entkernten KWU-Türmen am Kaiserlei in Offenbach drehen sich wieder, das Neubauprojekt am Fuße der Türme ist in Vorbereitung.

Offenbach

Kaiserlei-Kreisel in Offenbach: An Hochhaus-Skeletten wird wieder gearbeitet

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Ein Eigentümerwechsel führte lange zum Stillstand auf der Baustelle der KWU-Türme am Kaiserlei-Kreisel in Offenbach. Jetzt drehen sich die Kräne wieder.

Monatelang hat sich auf dem sogenannten Vitopia-Campus, der Großbaustelle am Kaiserlei-Kreisel in Offenbach, nichts bewegt. Die entkernten Bürotürme der Kraftwerk-Union (KWU), der ehemaligen Kraftwerkssparte der Siemens AG, wirkten wie Geistergerippe. Nun laufen die Gespräche mit Planern und ausführenden Firmen für den Wiedereinstieg, die Baukräne drehen sich wieder.

Die Bauarbeiten an den beiden KWU-Türmen seien wieder „deutlich intensiviert“ worden, heißt es vonseiten des Projektentwicklers Consus RE GmbH. Vor ein paar Tagen seien Betonfertigteile angeliefert worden – die Deckenränder für die Etagen in den Hochhäusern, sagt Niederlassungsleiter Till Diekmann.

Dass das Megaprojekt so lange stockte, habe zum einen an einem Eigentümerwechsel und zum anderen an Corona gelegen, erklärte er. Consus sei nun Teil der Adler-Group geworden, der viertgrößten börsennotierten Gesellschaft für Wohnimmobilien in Europa. Dafür mussten Besitzansprüche und Nutzungsänderungen beim Amtsgericht schriftlich hinterlegt werden, sagt Stadtsprecher Fabian El-Cheikh. „Und die Mühlen der Gerichte mahlen langsam.“

Mega-Projekt

Das Großprojekt Vitopia-Campus am Kaiserlei in Offenbach umfasst die beiden KWU-Türme mit 624 Wohnungen und Mikroapartments, sowie drei Neubauten mit sechs und sieben Stockwerken am Goethering. Insgesamt entstehen 837 Wohnungen.

Entlang der Strahlenberger Straße werden zudem Gewerbeeinheiten entwickelt, darunter ein Hotel, ein Fitnesscenter mit Hallenbad, Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomie, Büros und eine Kindertagesstätte.

Schon vorher gab es strukturelle Veränderungen, die auch rechtliche Fragestellungen und damit Zeitverzögerungen aufwarfen: Bauherr war einst die CG-Gruppe, die dann mit der SSN-Group zur Consus fusionierte. Jetzt ist die Consus ihrerseits eine Tochtergesellschaft der Adler-Group. Dazwischen lag eine Immobilientransaktion: Laut Hessischem Rundfunk verkaufte Consus acht Entwicklungsprojekte – darunter den Vitopia-Campus Kaiserlei – an eine Offshore-Firma auf der Kanalinsel Guernsey. Die beiden Bürotürme wurden allerdings schon Ende 2017 an die bayerische Versorgungskammer veräußert.

Bei der Stadt ist man über die Transaktionen und Besitzerwechsel nicht beunruhigt. „Unser Kontaktmann ist immer der Gleiche“, sagt El-Cheikh. Darüber hinaus sei das Baurecht stets nur in Abschnitten erteilt worden. So war sichergestellt, dass immer nur das verwirklicht wurde, was der Vorhabenträger auch zugesichert hatte. Der Stillstand auf der Baustelle konnte kaum erschrecken, weil die Kräne nicht abgebaut wurden und Baumaterialien sowie Fuhrpark vor Ort blieben.

„Die Unternehmer und die Planerteams sind noch da. Wir können also mit gleicher Mannschaft da ansetzen, wo wir pausiert haben“, sagt Diekmann. Der Zeithorizont hat sich aber wesentlich nach hinten verschoben. Statt 2022 wird der Vitopia-Campus wohl erst 2024/25 fertig. Für die Stadt heißt das: Erst dann kann der Goethering zu einer Allee ausgebaut werden.

Wegen des Zeitverzugs war die Nassauische Heimstätte (NH) im Oktober 2020 vom Kaufvertrag von 205 Wohnungen im Neubauteil am Goethering zurückgetreten. Die Adler-Group denke nun nicht mehr an Verkauf, sagt Diekmann. „Wir haben Interesse, die Wohnungen für den eigenen Bestand zu entwickeln.“ Die Fortführung der Bauarbeiten sei „in Vorbereitung“.

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