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Der RMV zeigt sich ungewohnt kulant.

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Der RMV lockert seine strengen Kündigungsregeln. Was eine Überraschung! Ein Kommentar.

Für Verbraucher mit längeren Verträgen ist der aktuelle Zustand unbefriedigend: Das Sportstudio bucht Geld ab, die Museumsuferkarte läuft weiter und die RMV-Fahrkarte kostet ebenfalls, obwohl die Firma Homeoffice angeordnet hat. Viele Studios und auch die Museen bieten ihren Stammkunden an, die verlorene Zeit später hinten dranzuhängen. Beim RMV ist es schwierig. Es gibt keine Zeit danach, weil Busse und Bahnen ja trotzdem fahren. Zwar nicht so oft wie zu normalen Zeiten. Aber das war ja auch schon während der mehrwöchigen Sanierung des Frankfurter Citytunnels der Fall, ohne dass es die Verantwortlichen scherte.

Was für eine Überraschung: Corona macht’s möglich. Die strengen Kündigungsregeln sind gelockert und nun gibt es – wenn auch spät – sogar die Möglichkeit, in Zwei-Wochen-Rhythmen zu pausieren. Das ist Kundenfreundlichkeit, die angesichts der frappanten Einnahmeeinbußen nicht zu erwarten war. Die Kulanzregeln sind fair. Sie nutzen rund 100 000 Stammkunden, dem RMV und der Umwelt. Wer sein Ticket mit reichlich Verlust zurückgibt, der ist schwer zurückzugewinnen.

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