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U-Bahn, Tram, Bus, Leihrad: Viele Vehikel bringen den Kunden ans Ziel.

Öffentlicher Nahverkehr

RMV-Website bietet alle Verkehrsmittel auf einmal

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Die modernisierte mobile Website des RMV erleichtert den Umstieg auf Leihwagen oder Rad. Nächstes Jahr gibt es alles aus einer Hand.

Nicht immer ist der Öffentliche Nahverkehr die beste Wahl. Etwa wenn der nächste Bus in drei Stunden fährt. Oder wenn man ganz schnell mit viel Gepäck an einem Ort sein muss, der nicht direkt an der S-Bahn liegt. Um diese Kunden nicht ans Auto zu verlieren, arbeitet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) schon seit geraumer Zeit mit Anbietern von Carsharing oder Leihrädern zusammen.

Am Montag hat Geschäftsführer Knut Ringat die nächste Stufe der Kooperation gezündet, die dem Kunden das Nutzen der verschiedenen Verkehrsmittel noch mehr erleichtern soll: Die modernisierte RMV-Website für Smartphones vernetzt das Angebot von Bus und Bahn auch mit dem Leihfahrrad und -auto. Die Kunden erhalten unkompliziert eine Tür-zu-Tür-Verbindungsauskunft mit Echtzeit-Informationen und Preisangaben – sogar Taxis sind mit einbezogen. Wer mag, kann gleich eines telefonisch buchen.

Die überarbeitete mobile RMV-Website hat noch mehr zu bieten als diese multimodale Verbindungsauskunft. Das Design ist modernisiert, und auch das ist neu: Kunden können sich auf einer Live-Map Bahnhöfe, Haltestellen und Carsharing-Stationen anzeigen lassen, dazu auch die aktuellen Standorte von Bussen, Bahnen, Carsharing-Autos und Mietfahrrädern.

„Für uns ist die Vernetzung von Bussen und Bahnen mit unseren Pedelecs und E-Autos ganz klar ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger öffentlicher Mobilität“, sagte Anja Georgi, Geschäftsführerin der Offenbacher Verkehrsbetriebe, die gemeinsam mit dem RMV das Projekt eMobil entwickelt haben. Kunden hätten nun die Möglichkeit, noch leichter mit den verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein.

Für Martin Trillig, Prokurist bei book-n-drive, ist die engere Kooperation zwangsläufig: Viele Kunden des Carsharing-Anbieters fahren auch regelmäßig Busse und Bahnen, sagte er. „Die neue multimodale Auskunft macht diese kombinierte Nutzung noch einfacher.“ Die Neuerungen sind Ergebnis eines von der Bundesrepublik geförderten Forschungsprojekts. In engem Kontakt mit den Fahrgästen wird es jetzt kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Partner und weitere Funktionen sollen hinzukommen, etwa die Echtzeitdaten für den Straßenverkehr. Die Idee: Wer weiß, dass der Stau auf der A5 mal wieder lang ist, steigt vielleicht auf den Zug um.

In einem Jahr sollen alle Funktionen auch auf dem Computer nutzbar sein oder in der RMV-App. Informieren, Buchen, Bezahlen sind dann aus einer Hand möglich: Es gibt eine Registrierung, Anmeldung und Mobilitätsrechnung – egal, welches Verkehrsmittel genutzt wird. Geplant ist außerdem, dass aus der regionalen Plattform eine bundesweite wird. Dann kann man auch in Nürnberg, München oder Berlin damit Leihrad fahren und sehen, wo das nächste Carsharing-Auto zu haben ist.

Zur Sache

Die Zahl der Carsharing -Kunden in Deutschland ist laut RMV 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent gestiegen. Mehr als 1000 Mietfahrräder gibt es alleine in Frankfurt. 

Die multimodale Verbindungsauskunft steht aktuell als Betaversion ausschließlich über die mobile RMV-Website zur Verfügung. Nach erfolgreicher Testphase im nächsten Jahr auch in der Desktop-Version der Website sowie intergriert in die RMV-App. www.m.rmv.de

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