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Hessen

Alle sollen in die Schule gehen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Die hessische SPD will Wechselunterricht für alle Jahrgangsstufen wieder einführen, also auch für die Älteren.

Eine Ausweitung des Wechselunterrichts auf die Jahrgangsstufen 7 bis 11 fordert die hessische SPD. 30 Prozent aller Schüler:innen im Land hätten seit Dezember die Schule nicht von innen gesehen. Und keineswegs alle hätten Eltern, die sie morgens aus dem Bett holen und beim Lernen am Laptop neben ihnen sitzen, sagte der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Christoph Degen, am Montag in einer Videokonferenz. Die SPD ruft dazu auf, eine entsprechende Petition von „Familie in der Krise“ zu unterzeichnen.

Unterstützt wird Degen von dem Schuldezernenten des Odenwaldkreises Oliver Grobeis (SPD) und dem Landesschulsprecher Dennis Lipowski. „Die Bildungsungerechtigkeit ist ganz immens“, sagte Lipowski. Selbst Lehrkräfte wendeten sich an ihn und seine Mitstreiter:innen. „Mindestens ein, besser zwei Präsenztage“ für die Klassen 7 bis 11 könnten schon helfen, Stress abzubauen. Außer Bildung sei auch der soziale Kontakt wichtig. Der Arbeitsmarkt sei destabilisiert, das mache unsicher, es bestehe großer Redebedarf. „Gesundheit heißt nicht nur kein Corona, sondern auch psychische Gesundheit.“ Im Moment sind in Hessen die Klassen 1 bis 6 im Wechselunterricht. Die Abschlussklassen sowie die 12. Klassen erhalten regulären Unterricht. Lipowski fordert, diese Möglichkeit auch Hauptschüler:innen zu eröffnen, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen.

Nach Vorstellungen der SPD sollen regelmäßige Tests vor Ort die Gefahr von Infektionen an den Schulen mindern. Der Odenwaldkreis habe damit gute Erfahrungen gesammelt, berichtete Grobeis. Schon vor einem Jahr seien die ersten mobilen Teams gekommen, wenn ein positiver Fall bekannt wurde. Das habe sich ausgezahlt. „Bis zum Herbst hatten wir wenig Infektionen an den Schulen.“ Kurz vor den Winterferien habe sich zwar auch im Odenwaldkreis die Lage angespannt. „Aber das Gesundheitsamt konnte die Fälle immer nachverfolgen.“ Grobeis kritisierte das Delegieren des Kultusministeriums auf die Akteure vor Ort. „Gut wären landesweite klare Regelungen.“ Beispiel Maskenpflicht, die die Schulleitung aussetzen kann: „Das muss dann mit jedem Elternbeirat diskutiert werden.“

Geht es nach Degen, so müssten die Schulämter die Entscheidung fällen. Dort säßen die Fachjuristen - nicht in den Schulen. Für zwingend notwendig hält der Landtagsabgeordnete außerdem individuelle Förderungen für jene Schüler:innen, die während des Lockdowns abgehängt wurden. Eine Forderung ganz im Sinne des Landesschulsprechers: „Nach Corona brauchen wir eine intensive Förderung mit zusätzlichen Fachkräften.“

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