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AfD-Parteitag in Hessen trifft auf Protest

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Im osthessischen Neuhof tagt die rechte Partei. Ihre Gegner werfen ihr „Rassismus und Homophobie“ vor und kündigen kreativen Protest an - am Samstag ab 10 Uhr.

Drinnen soll der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen sprechen, draußen will ein linkes Bündnis beim „Oktoberfest der Kulturen“ gegen die rechte Partei protestieren. Es setzt dem AfD-Landesparteitag am Samstag in Neuhof bei Fulda ein „Oktoberfest der Kulturen“ entgegen. Beide Veranstaltungen sollen um 10 Uhr beginnen.

Den Protest hat der Verein „Fulda stellt sich quer“ auf die Beine gestellt. Er wird unter anderem unterstützt von SPD, Grünen, Linken und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Organisatoren kündigten friedlichen und kreativen Protest an. „Hier ist kein Platz für Rassismus, Homophobie, völkisch-nationalistisches Denken und antidemokratische Vorstellungen der AfD“, heißt es in ihrer Ankündigung. Geplant sind ein politisches Weißwurstfrühstück, Reden, Talkrunden und Kultur. Ab 12.30 Uhr treten Bands auf.

Die „Alternative für Deutschland“ will bei dem Parteitag am Samstag und Sonntag in Neuhof, der Heimat des AfD- Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann, ihren Landesvorstand wählen. Die bisherigen Landesvorsitzenden Robert Lambrou und Klaus Herrmann bewerben sich nach Lambrous Angaben erneut um die Führungspositionen. Er wisse bisher „von keiner ernstzunehmenden Gegenkandidatur“, sagte Lambrou vorab. Er glaube aber, „dass da Kandidaturen kommen können“. Lambrou und Herrmann führen die Landespartei seit zwei Jahren.

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Die rund 300 Delegierten müssen zunächst entscheiden, ob es bei einer Doppelspitze bleiben soll. Lambrou spricht sich dafür aus.

Bisher umfasst der Landesvorstand neun Personen, davon sechs Landtagsabgeordnete. Sie wollen nach Lambrous Kenntnis allesamt wieder antreten. Neben Lambrou und Herrmann sind das Bernd Vohl, Rainer Rahn, Heiko Scholz und Volker Richter. Lambrou, der sich zum „bürgerlich-konservativen“ Teil der AfD zählt, plädierte dafür, auch den nationalistischen „Flügel“ in den Landesvorstand einzubinden, für den sich der hessische Verfassungsschutz interessiert. „Ich finde es gut, wenn wir alle Strömungen einbinden“, sagte er.

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