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Auf Facebook gibt die Junge Alternative Hessen personelle Konsequenzen aus den Chats bekannt.

Junge Alternative Hessen

Nachrichten mit extremistischen Inhalten

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Die „Junge Alternative Hessen“ zieht nach Bekanntwerden von internen Chats erste Konsequenzen.

Nachdem am Wochenende Nachrichten mit extremistischen Inhalten aus einer internen Chatgruppe der Jungen Alternative Hessen öffentlich wurden, hat die Nachwuchsorganisation der AfD eigenen Angaben zufolge erste personelle Konsequenzen gezogen. Wie die Junge Alternative auf ihrer Facebook-Seite bekanntgab, sei ein Mitglied des Landesvorstands noch am vergangenen Freitag aus der Organisation ausgeschieden, nachdem ihm ein Austritt nahegelegt worden sei. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um den bisherigen Schriftführer Elliot Murry aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) hatte am vergangenen Freitag über extremistische Äußerungen in der internen Chatgruppe berichtet. So soll der nun ausgetretene Murray unter anderem die Todesstrafe für „Politiker, die ihr Volk verraten“ gefordert haben. Zudem sollen er und ein JA-Mitglied aus Nordhessen die Abschaffung des Wahlrechts für Frauen gefordert haben. Die Aussagen lagen der FAZ in Form von Bildschirmfotos vor. Ihre Echtheit war der Zeitung von der hessischen AfD-Jugend bestätigt worden.

Für die FR war der Landesvorstand der Jungen Alternative am Montag nicht zu erreichen. In der auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme heißt es, dass „unsägliche Äußerungen weiterer Mitglieder der JA Hessen“ in den kommenden Tagen „in Einzelfallprüfungen durchleuchtet und konsequent sanktioniert“ werden sollen.

AfD will sich nicht äußern

Seitens der Mutterpartei heißt es , dass man sich zu einzelnen Personalien der Jungen Alternative nicht äußern wolle. Man sei mit der Jungen Alternative im Gespräch, erklärte AfD-Co-Landessprecher Klaus Herrmann: „Wir sind zuversichtlich, dass der neue Vorstand gegen Fehlentwicklungen vorgehen wird.“

Die Junge Alternative in Hessen hatte Ende Januar den jetzigen Vorstand gewählt. Mehrere Mitglieder waren zum Teil noch in jüngster Vergangenheit in rechtsextremen Zusammenhängen aktiv. So war der neue Landesvorsitzende Jens Mierdel kurzzeitig Leiter der Identitären Bewegung in Hessen.

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