Gesundheit

Ärzte verlangen Steuerbefreiung

Junge Mediziner werden mit attraktiven Fördersummen aufs Land gelockt. Doch von dem Geld behalte der Fiskus im Anschluss einen großen Teil wieder ein. Dies ist nun kritisiert worden.

Seit sechs Jahren fördern Ärzte und Krankenkassen die Ansiedlung von Nachwuchsmedizinern auf dem flachen Land. Jetzt hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) verlangt, auf die staatliche Besteuerung dieser Hilfen zu verzichten. „Die Fördersummen müssen voll versteuert werden und sind deshalb buchstäblich nur die Hälfte wert“, kritisierte die Vertreterversammlung (VV) der KV Hessen nach Mitteilung vom Montag. Die schwarz-grüne Landesregierung sowie die Finanzbehörden wurden aufgefordert, für eine Steuerbefreiung zu sorgen.

Die KV versuche junge Mediziner mit attraktiven Fördersummen aufs Land zu locken, von denen dann der Fiskus im Anschluss einen großen Teil wieder einbehalte, hieß es. Dies sei „verbranntes Geld“. KV und Krankenkassen finanzieren Nachwuchsmediziner auf dem Land gemeinsam mit zwei Millionen Euro jährlich. Seit 2012 seien in Hessen rund 100 Ansiedlungen gefördert worden, berichtete die Kassenärztliche Vereinigung. (dpa)

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