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  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Jutta Rippegather berichtet über Gratulationen, Gerüchteküchen und Tatsachen aus dem Landtag. Alle Kolumnen finden sich unter: fr.de/gut-gebruelltKein Weltraumbahnhoffür Hessen. Die Kolumne aus dem Landtag

Wir gratulieren. Der CDU-Fraktion im Landtag. Die hat diese Woche ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Mit mehr als 300 Abgeordneten, 16 Vorsitzenden, drei Ministerpräsidenten hat sie „ein großes Stück hessische Politikgeschichte“ geschrieben, teilte uns Ines Claus dazu mit. Als erste weibliche Vorsitzende der Landtagsfraktion habe auch sie dazu beigetragen. „Es ist mir eine besondere Ehre und große Freude, Teil dieser Geschichte sein zu dürfen.“

Die Grünen Struppis gratulieren schwarzen Hardlinern. So titelten die Grünen ihre Glückwünsche an die Jubilarin und Koalitionspartnerin CDU. Im „härtesten Parlament der Bundesrepublik“ hätten sich Union und Grüne lange Zeit nichts geschenkt. Trotz unterschiedlicher Standpunkte gestalteten sie seit siebeneinhalb Jahren nun in Wiesbaden Politik erfolgreich gemeinsam. „Haben wir früher das Trennende gesucht, so finden wir jetzt das Verbindende“, so Fraktionschef Mathias Wagner. Die Grünen zogen übrigens im Jahr 1982 erstmals in den Landtag ein. Damals noch als Fundamentalopposition ...

Aber gratulieren wir lieber weiter. Diesmal unserem wunderschönen Bundesland. Ein weiteres Manko ist beseitigt. Eine weitere Scharte in der Konkurrenz der Bundesländer dank der erfolgreichen Koalition ausgewetzt. Endlich haben auch wir in Hessen einen Raumfahrtkoordinator. Johann-Dietrich Wörner aus Kassel, bekannt durch seine frühere Tätigkeit als Chef der Europäischen Weltraumorganisation ESA oder Präsident der TU Darmstadt. Im Vorfeld seiner Ernennung brodelte die Gerüchteküche. Für einige Zutaten sorgte Jeff Bezos, der in dieser Woche als zweiter US-Milliardär seine erste Expedition als Weltraumtourist absolvierte. Der Frankfurter Flughafen ist trotz Hauptreisezeit ja auch nicht ausgelastet. Ungeachtet dessen wird fleißig weiter am neuen Terminal gebaut. Also wie gesagt: Die Gerüchteküche brodelte. Doch Ministerpräsident Volker Bouffier stellte gleich zu Eingang der Pressekonferenz klar, dass nicht beabsichtigt sei, ein zweites Cape Canaveral in Hessen zu errichten. Wörner hat nicht die Aufgabe, Investoren für Startrampen für Reisen auf den Mond zu finden, auf Mars oder Jupiter. Kein Weltraumbahnhof für Hessen. Wäre irgendwie auch unpassend in dieser Woche der schlimmen Umweltkatastrophen.

Die Mission „Hessen in Space“ beflügelte übrigens nicht alleine die Fantasie der Landtagskorrespondentin. Auch in der Pressestelle der Linksfraktion machten sich Leute Gedanken darüber, was die schwarz-grüne Koalition mit dem Einsatz eines Raumfahrtkoordinators bezweckt. Das ganze mündete in eine Mitteilung, die Vizesprecher Tim Dreyer mit „Neues aus dem Sommerloch“ überschrieb. Die Fraktion könne sich vorstellen, dass nach den Milliardären auch der eine oder andere Minister auf den Mond geschossen werden sollte. „Die Linke begrüßt es daher sehr, dass die Landesregierung mit der Benennung des hessischen Weltraumkoordinators hierfür die strukturellen Voraussetzungen schafft.“

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