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Vier von fünf Zigarettenstummeln landen in Offenbach auf dem Boden.
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Vier von fünf Zigarettenstummeln landen in Offenbach auf dem Boden.

Offenbach

75 Euro Bußgeld für „Zigarettenschnipser“ in Offenbach

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Stadt Offenbach verdreifacht die Geldstrafe für weggeschnippte Kippen und macht mit der kostümierten Figur „Kippi“ auf die Vermüllung aufmerksam.

Die Offenbacher werden es künftig mit „Kippi“ zu tun bekommen. Kippi ist ein überdimensionaler Zigarettenstummel, der an frequentierten Orten unterwegs sein wird, um den „Kippenschnipsern“ ein schlechtes Gewissen zu machen. Wer seinen Zigarettenstummel trotzdem auf den Boden wirft und von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes dabei erwischt wird, der ist künftig mit 75 statt bisher 25 Euro Bußgeld dabei – „und zwar ohne Pardon schon beim ersten Mal“, so der stellvertretende Amtsleiter Frank Weber. Er kündigt auch an, dass die Streifen ein verstärktes Auge darauf haben werden.

Zigarettenstummel verseuchen Offenbacher Boden

Das Problem sei zwar in Offenbach nicht größer als in anderen Großstädten, sagen Ordnungsamt und Stadtwerke, die an einem Strang ziehen, um die Verschmutzung durch Kippen gemeinsam in den Griff zu bekommen. Schließlich gibt es im Stadtgebiet 1750 öffentliche Abfallbehälter. Doch nur jede fünfte Kippe werde ordnungsgemäß entsorgt, und es vergehen bis zu 15 Jahre, bis sie sich von selbst zersetzt. In dieser Zeit gibt sie giftige Stoffe in den Boden ab.

Man wolle eine neue Sauberkeitskampagne starten, da die letzte schon über zehn Jahre zurückliege, sagt Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP). Unter dem Motto „Respect Offenbach“ sollen die Bürger und Bürgerinnen in den kommenden drei bis vier Jahren auch für Hundekot, Verpackungsmüll und Kaugummis sensibilisiert werden. „Wir haben die Reinigungsintervalle in den vergangenen Jahren deutlich erhöht“, sagt er. Das koste aber Geld, das die Bürger und Bürgerinnen über die Straßenreinigungsgebühren tragen müssen.

„Kippi“ soll auch Taschenaschenbecher verteilen

Für die Innenstadt und das Hafengebiet hat die Stadt eigens einen Gluttonsauger gekauft, der die Kippen Stück für Stück aufnimmt und laut Christian Loose, stellvertretender Leiter des Stadtservice, pro Jahr mit Personal 60 000 Euro kostet.

30 000 Euro gibt die Stadt nun für die Konzeption der drei- bis vierjährigen „Respect“-Kampagne aus. Dazu kommen pro Jahr 8000 Euro an Mediakosten, sowie weitere Produktionskosten für die Kostüme. „Kippi“ soll nämlich schon im Frühjahr einen Kompagnon bekommen. Man denke allen Ernstes an einen wandelnden Hundekot, erklärten die Verantwortlichen.

Kippi selbst wird wegen Corona erst im Januar oder Februar durch die Stadt laufen und dabei auch 1000 Taschenaschenbecher verteilen. Schon vorher soll er aber medial präsent sein. Auf Plakaten, auf beleuchteten Werbeflächen an Bushaltestellen, in den sozialen Medien und ab 3. Dezember im Kino wird sein humoriges Konterfei zu sehen sein.

„Kippi“ wird in ein paar Wochen durch die Stadt laufen.

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