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70 Feuerwehrleute bekämpfen Brand

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Diese Drohnenaufnahme zeigt die Größe der verbrannten Fläche nahe Ockstadt. feuerwehr friedberg © Red

Am vergangenen Montag noch haben Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg den Ernstfall bei einem Flächenbrand-Szenario geübt. Bereits wenige Tage zuvor hatte ein Stoppelacker zwischen Bauernheim und Dorn-Assenheim gebrannt. Auch am Kampf gegen die Flammen neulich entlang der A 5 in Rosbacher Gemarkung beteiligten sich Friedberger Einsatzkräfte.

An diesem Wochenende nun waren die Kameradinnen und Kameraden erneut gefordert: Am Samstagabend stand oberhalb der Hollarkapelle bei Ockstadt eine Fläche in Flammen.

Insgesamt 70 Aktive der Wehren aus Ockstadt, Friedberg, Dorheim, Bauernheim und das Tanklöschfahrzeug aus Bad Nauheim rückten zu dem Brand aus. Zudem hielten sich bereit beziehungsweise waren auf der Anfahrt: Tanklöschfahrzeug und Abrollbehälter Technische Einsatzleitung aus Bad Vilbel und der Einsatzleitwagen 2 aus Echzell.

Die Feuerwehrleute wurden am Samstag um 18.59 Uhr alarmiert - zunächst lautete das Stichwort "F-Wald 1", dann aber wurde wegen der Vielzahl der Anrufe bei der Leitstelle auf "F-Wald 2" erhöht und damit der Einsatz-Umfang erweitert. Die Einsatzleitung lag beim Friedberger Stadtbrandinspektor (SBI) Ingo Wißmer. Vor Ort befanden sich außerdem ein Rettungswagen, der zuständige Revierförster und ein Kreisbrandmeister. Der Einsatz dauerte bis kurz nach 21 Uhr.

Etwa 5000 Quadratmeter Gras, Gestrüpp und Busch standen in Flammen, was in etwa einer Fläche von drei Vierteln eines Fußballplatzes entspricht. Die Einsatzkräfte gingen mit Feuerpatschen, Löschrucksäcken und D-Strahlrohren gegen den Brand vor. "Durch die dichte Vegetation an einigen Stellen mussten sich die Einsatzkräfte langsam vorarbeiten", heißt es im Bericht der Friedberger Feuerwehr.

"Die Zufahrt zur Einsatzstelle wurde durch nicht zurück geschnittene Bäume und Betonsperren erschwert. Hier bekamen wir Unterstützung durch einen Landwirt, der die Sperren auf die Seite schob." Diese Betonsperren stammen noch aus früherer militärischer Nutzung, erläuterte SBI Wißmer auf Nachfrage.

Die Feuerwehr habe für die Brandbekämpfung 15 000 Liter Wasser verwendet. Die gleiche Menge sei noch von einem örtlichen Landwirt verteilt worden, der im Nachgang zu den Löscharbeiten gewässert habe.

Über die Ursache des Brandes könne man derzeit nur spekulieren, machte Wißmer deutlich.

Was Wald- und Flächenbrände in diesem Jahr angeht, so sagte der Friedberger Stadtbrand- inspektor, es seien schon mehr als in der Vergangenheit. Zwar habe man zuvor auch trockene Sommer gehabt, "aber in diesem Jahr kommt erschwerend hinzu, dass wir auch ein trockenes Frühjahr hatten". Mittlerweile dauere die Phase ohne nennenswerten Niederschlag schon drei bis vier Monate an.

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