Staatshilfen

52,5 Millionen Euro für christliche Kirchen

Hessen zahlte 2019 rund 37,35 Millionen Euro an die Evangelische Kirche, 15,15 Millionen Euro an die katholischen Bistümer und 40.000 Euro an die Alt-Katholische Kirche.

Hessen hat 2019 mehr als 52,5 Millionen Euro an Staatshilfen für die evangelische und katholische Kirche gezahlt. Dies geht aus einer Antwort des Kultusministeriums in Wiesbaden auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor. Demnach flossen rund 37,35 Millionen Euro an die Evangelische Kirche, 15,15 Millionen Euro an die katholischen Bistümer und 40 000 Euro an die Alt-Katholische Kirche.

Evangelische und katholische Kirchen finanzieren sich in Deutschland neben der Kirchensteuer auch durch staatliches Geld. Grund dafür ist die Politik Napoleons Anfang des 19. Jahrhunderts, welche zu Enteignungen von deutschen Kirchen und Klöstern geführt hat. Als Ausgleich dafür sprang der Staat ein.

Oppositionsparteien im Bundestag wollen diese Leistungen beenden. Der Steuerzahler ohne religiöse Bindung verstehe nicht, weshalb er die Kirchen mitfinanzieren solle, lautet ein Argument. Bereits in der Weimarer Verfassung hieß es, dass diese Leistungen abgelöst werden sollten, was später auch Eingang ins Grundgesetz fand.

Größter Empfänger in Hessen war 2019 die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck mit rund 27,7 Millionen Euro. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau erhielt 8,4 Millionen Euro die Evangelische Kirche im Rheinland knapp 1,2 Millionen Euro. Unter den katholischen Bistümern war Fulda der größte Empfänger mit rund 9 Millionen Euro, wie das Kultusministerium erklärte. Das Bistum Mainz erhielt 3,6 Millionen Euro, Limburg knapp 2,4 und das Erzbistum Paderborn gut 108 000 Euro. Teile des Kreises Waldeck-Frankenberg zählen zum Erzbistum. (dpa)

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