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4797 Unterschriften für Luftfilter

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Eltern fordern Reinigungsgeräte in Schulen und Kitas / Politik lehnt ab

Main-Taunus - Wir wollten es zu einem Abschluss bringen“, begründet Eva Hamann, warum es der Elterninitiative Luftfilter für Kitas und Schulen wichtig war, dem Kreis die gesammelten 4797 Unterschriften von Unterstützern persönlich zu überreichen. Schuldezernent Axel Fink (CDU) nahm sie stellvertretend für den Kreisausschuss jetzt im Hofheimer Landratsamt entgegen.

Hoffnung, dass sich noch etwas tut und alle Schulen und Kitas in öffentlicher Trägerschaft die Luftfilter-Geräte erhalten, haben Eva Hamann und ihre Mitstreiter nicht mehr. Zu eindeutig hatte sich die mit Zwei-Drittel-Mehrheit regierende Koalition aus CDU, Grünen und FDP gegen eine flächendeckende Anschaffung positioniert. Kosten und Nutzen stehen nach ihrer Ansicht in keinem vertretbaren Verhältnis.

Der Kreisbeigeordnete Axel Fink (CDU) bekräftigte diese Position noch einmal bei der Übergabe der Unterschriften, die im Rahmen einer Online-Petition gesammelt worden waren. Es bleibt bei der Empfehlung, regelmäßig und richtig die Räume zu lüften, hier stützt sich der Kreis unter anderem auf das Umweltbundesamt, dass dies als vollkommen ausreichend ansieht. Der Kreis hat zudem zugesagt, dass bei Neubauten oder fälligen Sanierungen von Schulen raumlufttechnische Anlagen zum Programm gehören, die als wirkungsvoller gelten als stationäre Filtergeräte. Diese waren nur für Räume angeschafft worden, in denen das wirkungsvolle Querlüften nicht möglich ist.

Schuldezernent empfiehlt Impfung

Die Elterninitiative sieht das kritisch. Über die Ausrüstung mit raumlufttechnischen Filteranlagen nur im Sanierungs- oder Neubau-Fall werde es Jahrzehnte dauern, bis alle Schulen über solche Anlagen verfügen, ist Kerstin Lünenbürger überzeugt.

Schuldezernent Fink verwies noch auf die Möglichkeit der Impfung, die zumindest für Schulkinder empfohlen wird. Für den Vorsitzenden des Kreiselternbeirats, Matthias Bormann, ist klar, dass der Einsatz für eine gesunde Entwicklung und damit für gerechte Bildungschancen für alle Kinder auch nach der Überreichung der Petition weitergehen müsse. Dass über den Weg dahin - zumindest was die Luftfilter betrifft - keine Einigkeit besteht, wurde bei der Petitionsübergabe noch einmal deutlich. Zu dieser waren mit Gisela Stang (SPD) und Beate Ullrich-Graf (Linke) auch zwei Vertreterinnen der Opposition gekommen. Nach dem symbolischen Übergabe-Akt tauschten sich Elternvertreter und Schuldezernent noch über die aktuelle Lage in den Schulen aus.

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