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Die bedeutende Kunstausstellung Rodgau Art fiel im Vorjahr aus. Die örtlichen Künstler können nun 250 Euro Honorarausfall erhalten. monika Müller
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Die bedeutende Kunstausstellung Rodgau Art fiel im Vorjahr aus. Die örtlichen Künstler können nun 250 Euro Honorarausfall erhalten.

Rodgau

450 000 Euro großes Rodgauer Hilfspaket

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Stadt Rodgau greift der heimischen Kultur, der Gastronomie und dem Einzelhandel unter die Arme. Insgesamt 450 000 Euro fließen als Unterstützung.

Die Stadt Rodgau hat insgesamt 450 000 Euro zur Verfügung gestellt, um der heimischen Kultur, dem Einzelhandel und den Dienstleistungsbetrieben sowie der Gastronomie zu helfen. Die Unterstützung fließt dabei zum Teil direkt, zum Teil aber auch indirekt über die Bürger:innen. Das außerordentliche Budget soll die Pandemiefolgen lindern.

Für Kulturschaffende stehen bis zum 31. März von den 450 000 Euro 200 000 Euro bereit. Vor gut vier Wochen konnten Kulturveranstalter und -initiativen sowie Künstler:innen auf der städtischen Homepage erstmals Anträge auf Unterstützung stellen. Sie mussten aber Bedingungen erfüllen: Ihre Veranstaltung musste pandemiebedingt zwischen 13. März letzten Jahres und 31. März dieses Jahres ausgefallen sein oder ausfallen, und es hätten Eintrittsgelder verlangt werden müssen. War das erfüllt, gab es für 75 Prozent der möglichen Besucherzahl pro Person fünf Euro – höchstens aber 1500 Euro.

„Für rund 150 Veranstaltungen haben wir bisher schon Ausfallunterstützungsleistungen gezahlt“, sagt Kulturdezernent Winno Sahm (Grüne). Der Magistrat habe die Zuteilungsregeln an die Einnahmenseite gebunden, erklärt er. Wie viel Kosten die Veranstalter hatten, interessiere dabei nicht.

Auch Einzelkulturschaffende bekamen und bekommen Geld von der Stadt. Pro abgesagte Veranstaltung, für die der Künstler oder die Künstlerin engagiert war, wird ein Honorarausfall von 250 Euro gewährt. Rund 30 Anträge seien bisher von einheimischen Einzelkünstler:innen aus Wort, Musik und bildender Kunst bei der Stadt eingegangen, so Sahm. Die Hälfte des 200 000 Euro großen Unterstützungsfonds sei mittlerweile aufgebraucht, weitere Anträge seien gerade in Bearbeitung. „Das Geld ist aber noch nicht ausgeschöpft“, macht Sahm Kulturschaffenden noch Hoffnung.

200 000 Euro groß ist auch das Paket, das für die Gastronomie geschnürt wurde. Seit eineinhalb Wochen sind auf der Website www.rodgau-helfen.de Corona-Unterstützungsgutscheine abrufbar. Wer sich dort namentlich registriert, erhält per E-Mail einen Gutschein über fünf Euro, den er in den Restaurants, Cafés oder Bars einlösen kann. Er kann auch für bis zu fünf Familienangehörige Gutscheine zugesandt bekommen, muss aber jeden Einzelnen mit Namen eintragen. Der Gastronom oder die Gastronomin rechnet die Gutscheine mit der Stadt ab.

„Bis Mittwochmorgen sind auf dem Portal schon 3000 Gutscheine abgerufen worden“, sagt Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze. 40 000 Gutscheine gebe es maximal. „Der Bürger bekommt ein nettes Geschenk von der Stadt, aber der Effekt soll es sein, dass sich die Umsätze in der Gastronomie erhöhen.“ Die Gutscheine sollten bis zum 31. Dezember eingelöst sein.

Schon bald werden auch Einkaufsgutscheine für den Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe, die vom Lockdown betroffen sind, abrufbar sein. Der Magistrat müsse das Umsetzungskonzept, das die Verwaltung erarbeitet hat, am Montag zwar noch entscheiden, sagt Schanze, aber es werde wahrscheinlich ein 15-Euro-Modell geben. „Der Bürger oder die Bürgerin muss erst für zehn Euro einkaufen, bevor die Stadt fünf Euro obendrauf legt.“ Das solle Mehrumsätze auslösen – beispielsweise für Geschäftsinhaber:innen, Fachhändler, Fitnessstudios, Friseurläden oder Fußpflegestudios. 50 000 Euro haben die Stadtverordneten für diese Art der Hilfeleistung beschlossen. Die Einkaufsgutscheine gibt es laut Schanze frühestens dann, wenn die Läden nach dem Lockdown wieder öffnen dürfen.

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