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20 Prozent der Bahnhöfe nicht barrierefrei

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SPD-Politikerin Barth mahnt schnellere Umbauten an

Hochtaunus - Trotz eines gesetzlich festgeschriebenen Stichtags sind noch immer 20 Prozent der Bahnhöfe im Hochtaunus nicht vollständig barrierefrei. Das geht aus der Antwort auf eine von der SPD-Landtagsabgeordneten Elke Barth an die Landesregierung gestellten kleinen Anfrage hervor.

Dass immerhin 80 Prozent der Bahnstationen bereits barrierefrei sind, sei zwar „zunächst eine positive Nachricht“, so Barth. Doch auch die restlichen Bahnhöfe müssten schnellstmöglich den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, fordert die Politikerin. Der Bahnhof in Friedrichsdorf ist seit März 2022 im Bau. Die Baumaßnahmen bei den Bahnhöfen in Kronberg, Oberursel-Weißkirchen / Steinbach und Seulberg sollen dagegen erst 2024 und 2026 beginnen.

Der rasche Umbau sei „von einer nicht zu unterschätzenden gesellschaftlichen Bedeutung“, so Barth. Denn zur Inklusion gehöre auch, dass alle Menschen sich ohne unüberbrückbare Hindernisse fortbewegen können. „Die Anzahl der Menschen mit einer Beeinträchtigung der Mobilität oder Sensorik wird in Zukunft weiter steigen“, prognostiziert die Sozialdemokratin. „Unsere Gesellschaft wird immer älter, ein so lange wie möglich selbstbestimmtes Leben trotz Einschränkungen der körperlichen Mobilität ist ein Wunsch von vielen.“ Und gerade in Zeiten der Verkehrswende nehme die Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs zu und sollte für jeden nutzbar sein.

Das ist sogar gesetzlich festgeschrieben. Laut des bereits zum 1. Januar 2013 novellierten Paragrafen 8 Absatz 3 des Personenbeförderungsgesetzes war eigentlich der 1. Januar 2022 der Stichtag, an dem die vollständige Barrierefreiheit des öffentlichen Personennahverkehrs erreicht sein sollte.

Die rechtliche Grundlage für die Barrierefreiheit ist die UN-Behindertenrechtskonvention. Danach sind die Vertragsstaaten, zu denen seit dem Jahr 2009 auch Deutschland gehört, zu einem Höchstmaß an Barrierefreiheit verpflichtet. judo

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