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Mit der Maskenpflicht allein ist es in der Stadt Offenbach seit einer Woche nicht getan. frank rumpenhorst, dpa
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Mit der Maskenpflicht allein ist es in der Stadt Offenbach seit einer Woche nicht getan. frank rumpenhorst, dpa

Offenbach/Main-Kinzig-Kreis

130 Verstöße gegen die Ausgangssperre in Offenbach

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Inzidenz steigt in Offenbach weiter – auch wenn seit einer Woche eine Ausgangssperre gilt. Der Main-Kinzig-Kreis hat jetzt ebenfalls eine nächtliche Beschränkung verhängt.

Offenbach hat einen traurigen Rekord inne: In keiner anderen hessischen Kommune haben sich in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich je 100 000 Einwohner:innen mehr Personen mit Corona infiziert. Die Stadt nähert sich aktuell einer Inzidenz von 300. Das Gesundheitsamt meldete am Dienstag 297,8 Corona-Fälle auf 100 000 Einwohner. Insgesamt sind aktuell 850 Menschen infiziert.

Konsequenzen wird diese hohe Inzidenz aber erst einmal nicht haben. „Weitere Maßnahmen gehen nicht von der Kommune aus, sondern von Landesseite“, hieß es aus dem Presseamt. Das hessenweit geltende Eskalationskonzept sei maßgebend. Der Corona-Verwaltungsstab beriet am Dienstag aber darüber, ob die Maskenpflicht und das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen verlängert werden. Außerdem sollen noch mehr Schnelltestzentren eröffnet werden – unter anderem am Einkaufszentrum Ring-Center und am Fußballstadion am Bieberer Berg.

Die Stadt will aufmerksam beobachten, ob die Ausgangsbeschränkungen auch wirken, die seit einer Woche gelten und zunächst bis zum 18. April befristet sind. Zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens dürfen die Offenbacher und Offenbacherinnen ihr Haus nur noch aus triftigem Grund verlassen.

In der Nacht von 30. auf 31. März um 0 Uhr trat die nächtliche Ausgangssperre in Kraft, da die Inzidenz damals schon über 200 lag. Die Stadtpolizei kontrollierte in den vergangenen Nächten die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung – und ahndete insgesamt 130 Verstöße mit empfindlichem Bußgeld: 200 Euro sind beim ersten Verstoß fällig, 400 Euro beim zweiten Verstoß und 800 Euro, wenn ein Bürger oder eine Bürgerin zum dritten Mal nach 21 Uhr im öffentlichen Raum erwischt wird.

Am ersten Tag der Ausgangssperre ahndete die Stadtpolizei 18 Verstöße. Am Gründonnerstag verhängte das Ordnungsamt dann in 41 Fällen ein Bußgeld. In dieser Nacht führte die Stadtpolizei auch mit Unterstützung der Landespolizei eine stationäre Verkehrskontrolle in der Innenstadt durch. 55 Fahrzeuge wurden überprüft, drei Verstöße mit sechs Personen festgestellt. Am Karfreitag hielten sich 22 Bürger:innen nicht an die nächtliche Beschränkung, am Ostersamstag 23, am Ostersonntag 14 und am Ostermontag zwölf Personen.

Auch im Main-Kinzig-Kreis hat man nun auf die stetig steigenden Infektionszahlen reagiert: Am Dienstag durften die Bürger und Bürgerinnen erstmals zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung nicht mehr verlassen. Die Ausgangssperre gilt dort zunächst für zwei Wochen.

Sie wurde bereits am Karfreitag beschlossen, als die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 183 erreichte und damit deutlich höher lag als der hessenweite Wert von 143. Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler rief die 29 Kommunen im Main-Kinzig-Kreis auf, die Einhaltung der geltenden Corona-Beschränkungen stärker zu kontrollieren. Die britische Virusvariante, die als deutlich ansteckender gilt, habe im Main-Kinzig-Kreis den ursprünglichen Virustyp fast vollständig verdrängt. „Wenn wir jetzt nicht gegensteuern und auf die Bremse treten, müssen wir damit rechnen, schon Mitte April einen Inzidenzwert von 300 zu erreichen“, sagte Landrat Thorsten Stolz.

Die Kindertagesstätten sollen zunächst geöffnet bleiben. Den Eltern wurde jedoch dringend empfohlen, ihre Kinder zu Hause zu betreuen.

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