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119 Gebäude im Energiesparmodus

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Auch das Rathaus gehört zu den 119 Gebäuden, die jetzt mi Energiesparmodus sind. Das hat die Stadt mitgeteilt. eickhoff © Patrick Eickhoff

Die Arbeitsgruppe zum Energiesparen in der Stadtverwaltung kann Vollzug melden: Alle 119 städtischen Gebäude wurden in den Energiesparmodus gestellt. Damit hat das Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Sebastian Wysocki und Erstem Stadtrat Bastian Zander (beide CDU) die gesetzlichen Vorgaben zum Energiesparen rasch umgesetzt, teilt die Stadt Bad Vilbel mit.

„Von den Feuerwehrgerätehäusern über die Stadtbibliothek und Sporthallen bis hin zum Rathaus haben wir uns mit den Stadtwerken (SWBV) jedes Gebäude im Detail angeschaut und entsprechend der Nutzungsart und Nutzungszeiten die Innenraumtemperaturen eingestellt“, sagt Wysocki.

„Das Thema der Versorgungssicherheit für die Bevölkerung, Gesundheitseinrichtungen, Unternehmen sowie Schulen und Bildungseinrichtungen treibt derzeit alle um. Dazu gehören Sparmaßnahmen, zu denen jede und jeder einen Beitrag leisten kann. Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke haben seit Monaten Arbeitsgruppen dazu eingerichtet. Auch wir leisten unseren Teil dazu“, erklärt Wysocki. Angesichts der von Russland künstlich verursachten Gasknappheit infolge des Angriffskrieges auf die Ukraine haben sich die EU-Staaten verpflichtet, ihren Gasverbrauch ab August um mindestens 15 Prozent zu verringern. Deutschland wolle bis zu 20 Prozent einsparen.

Die Raumtemperatur in den öffentlichen Gebäuden und den Büros wurde auf 19 Grad Celsius skaliert. In den Sporthallen sei die Temperatur nun auf 15 Grad Celsius geregelt, das sei eine Vorgabe der Bundesregierung, die auch vom Landesportbund Hessen und dem Olympischen Sportbundes (DOSB) mitgetragen werde. Zudem seien die Betriebszeiten der Heizanlagen angepasst worden. Die Beleuchtung öffentlicher Gebäude wurde auf das Mindestmaß reduziert.

Einzige Ausnahme soll die Weihnachtsbeleuchtung sein. Auf das weihnachtliche Flair solle nicht ganz verzichtet werden, weshalb die Beleuchtung von Bäumen und Bögen abends bis 22 Uhr angeschaltet bleibe.

„Im städtischen Etat 2022 sind Energiekosten von rund zwei Millionen Euro für Wärme, Brennstoffe und Strom angesetzt. Bei den derzeitigen Preissprüngen müssen wir von einer Vervielfachung des Ansatzes ausgehen, was unseren Handlungsspielraum an anderer Stelle einschränken würde. Auch deshalb ist das frühzeitige Gegensteuern beim Verbrauch mit einschneidenden Maßnahmen so wichti“, sagt Zander, der derzeit den Doppelhaushalt 2023/24 aufstellt.

Die AG Energiesparen werde die Maßnahmen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls nachsteuern. „Die reine Theorie wird im anstehenden Winter der Wirklichkeit standhalten müssen. Jedes Gebäude und jede Heizungsanlage ist anders“, weiß Wysocki. »Da es von der Bundesregierung immer neue Vorgaben und Weichenstellungen gibt, bleibt das Thema Energiesparen weiter hochaktuell.“ red

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