Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

IM HINTERGRUND

1000 Mitarbeiter in Kelsterbach

Mehr als die Hälfte der Produktion entfällt auf die Autoindustrie, Kunden sind auch die Telekommunikation (Handyschalen), die Luftfahrtindustrie sowie die

Mehr als die Hälfte der Produktion entfällt auf die Autoindustrie, Kunden sind auch die Telekommunikation (Handyschalen), die Luftfahrtindustrie sowie die Medizintechnik. Grundprodukt für die Fertigung sind Methanol und Formaldehyd. Von beiden Stoffen werden mehr als 100 000 Tonnen im Jahr verbraucht. Zudem wird in geringeren Mengen mit Bortrifluorid eine äußerst aggressive Chemikalie verarbeitet. Auf einem kleinen Teil des Werksgeländes befindet sich zudem eine Ethylenverdichteranlage von Infraserv, von der aus dem Ruhrgebiet per Pipeline geliefertes Ethylen weiter in den Industriepark Hoechst zu verschiedenen Abnehmern gepumpt wird.

Art und Menge der bei Ticona verarbeiteten Stoffe haben dazu geführt, dass das Werk nach den Richtlinien des Bundesimmissionsschutzgesetzes der Störfallverordnung unterliegt. Betrieb und Genehmigung der Anlagen unterliegen damit besonderen Auflagen des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Auf dem Ticona-Gelände arbeiten rund 1000 Menschen. Vergangenes Jahr hat das Unternehmen seine weltweite Zentrale nach Kelsterbach verlegt und gleichzeitig ein neues, 20 Millionen Mark teures Verwaltungsgebäude in Betrieb genommen. Die Produktionsanlagen sind nach Angaben von Unternehmenssprechern auf dem neuesten Stand.

Im Raumordnungsverfahren zum geplanten Ausbau des Flughafens hat Ticona den Wert der Anlagen mit einer Milliarde Mark beziffert. Müsste das Werk dem Flughafenausbau weichen, schätzt der Konzern die Kosten für die Verlegung einschließlich Grundstück, Planung, Genehmigung und Umzug auf rund 1,3 Milliarden Mark. Ticona will unter allen Umständen am jetzigen Standort bleiben. Müsste das Werk dem Ausbau des Flughafens weichen - ob Fraport die 1,3 Milliarden Mark für einen für den Umzug aufbringen kann, ist allerdings mehr als fraglich - befürchten die Manager einen jahrelangen Produktionsausfall. Grund: Für die Planung und den Bau eines neuen Werkes müssten minimal sechs Jahre, wahrscheinlich eher acht Jahre veranschlagt werden. Da Fraport die vierte Bahn bereits 2006 in Betrieb nehmen will und Ticona dann schließen müsste, ergäbe sich ein Produktionsausfall von mindestens vier bis sechs Jahren. gang

Dossier: Wächst der Flughafen weiter?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare