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Wirtschaft

10.000 Stellen akut bedroht

Hessens Metall- und Elektroindustrie rechnet mit weiterem Verlust von Arbeitsplätzen. Ende September waren in der Branche in Hessen noch gut 208.000 Menschen beschäftigt.

Hessens Metall- und Elektroindustrie wird in den kommenden Monaten tausende Jobs abbauen. Der Verband Hessenmetall rechnet bis zum Frühjahr mit dem Verlust von weiteren rund 10 000 Stellen in Folge des wirtschaftlichen Einbruchs in der Corona-Pandemie. Man sei sehr dankbar für die erweiterten Möglichkeiten der Kurzarbeit, erklärte Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert am Mittwoch bei der Vorstellung der Herbstumfrage des Verbandes in Frankfurt. Nun müsse jedes Unternehmen schauen, ob es dauerhaft noch so viele Arbeitskräfte benötige wie vor der Krise.

Ende September waren in der Branche in Hessen noch gut 208 000 Menschen beschäftigt, bereits rund 12 000 weniger als in der Hochphase im September 2018. Dieser Abbau habe aber im wesentlichen schon vor der Pandemie stattgefunden und hänge mit strukturellen Veränderungen in der Auto- und Zulieferindustrie zusammen.

Die Unternehmen mussten Hessenmetall zufolge in den ersten drei Quartalen 2020 einen Umsatzrückgang von rund 9 Milliarden Euro verkraften. Selbst wenn im Schlussquartal Vorjahreswerte erreicht würden, bliebe ein Umsatzverlust von mindestens 6 Milliarden Euro übrig, erklärte Pollert. 2019 hatte die Branche im Bundesland einen Umsatz von rund 68 Milliarden Euro erzielt.

Entsprechend düster ist die Stimmung in den 152 Mitgliedsbetrieben mit rund 41 000 Beschäftigten, die an der Herbstumfrage des Verbandes teilgenommen haben. Ihre allgemeine Geschäftslage beurteilen 37 Prozent als schlecht, nur 17 Prozent als gut. Für das nächste halbe Jahr erwarten 85 Prozent keine Verbesserung. Zur Hebung der Investitionskraft fordert der Verband von der Politik eine Kostenentlastung, moderne Arbeitszeitregeln und mehr Möglichkeiten, aktuelle Verluste auf vorherige Steuerjahre zu übertragen. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen mit der IG Metall dürfe es keine weiteren Belastungen geben, sagte Pollert. (dpa)

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