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Wilder Wein ist ein wahres Klettertalent.

Schönheit mit Sprengkraft

Wilder Wein kann Mauern gefährlich werden

Triste Mauern und kahle Wände werden durch buntes Herbstlaub zu Blickfängen. Wilder Wein wird besonders gern gepflanzt, weil er sich an Wänden selbstständig festhält. Doch nicht jedes Mauerwerk hält der Pflanze stand.

Sein herbstliches Farbenspiel ist eine Augenweide. Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia) ist mit gelborange bis scharlachrot gefärbten Blättern nicht zu übersehen.

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) rät, beim Pflanzen zu prüfen, ob die Wand, die der Wein zum Ranken braucht, der kräftigen Pflanze auch standhält.

Wilder Wein ist ein wahres Klettertalent. Er bildet kleine Haftscheiben aus, mit denen er sich an ausreichend rauem Untergrund gut festhalten kann. Eine Rankhilfe hat er nicht nötig.

Seine Kraft kann aber auch tückisch sein, warnt der BDG. Denn hat die Mauer kleine Risse, dringen die Triebe in diese ein und können das Mauerwerk regelrecht sprengen. Sie werden nämlich mit der Zeit immer dicker.

Auch Mauern mit äußerer Wärmedämmung oder Verblendungen eignen sich nicht als Untergrund. Der Wilde Wein kann sie mit seinem Gewicht leicht herunterreißen. Schließlich wächst die schmucke Pflanze bis zu 15 Meter hoch. An Dachrinnen und Rollläden lässt sich der Wein bei Bedarf mit einer Schere im Zaum halten.

Beliebt ist die Sorte 'Engelmannii'. Sie ist robust und haftet besonders gut.

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