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Wohngemeinschaften sollten besonders auf die Details im Mietvertrag achten.

Mietrecht

Untermieter müssen auf der Hut sein

Achtung Wohngemeinschaften! Steht der Mitbewohner nicht im Mietvertrag, kann er schnell ohne Zimmer dastehen, wenn der Hauptmieter kündigt.

Berlin. Beim Auszug des Hauptmieters verlieren Untermieter in Wohngemeinschaften ihr Wohnrecht. Da der Untermieter keinen eigenen Vertrag mit dem Eigentümer abgeschlossen hat, könne er auch nicht auf die übliche Kündigungsfrist von drei Monaten bestehen.

Darauf weist Hermann-Josef Wüstefeld, Anwalt beim Deutschen Mieterbund in Berlin hin. Das Untermietverhältnis mit dem Hauptmieter sei mit dessen Auszug allerdings nicht automatisch beendet.

Hat der Hauptmieter den Untermietvertrag nicht rechtzeitig mindestens drei Monate vor seinem Auszug gekündigt, könne der Untermieter eventuell Schadenersatzansprüche geltend machen.

Eine Möglichkeit bleibt dem Untermieter aber, um seinen unfreiwilligen Auszug hinauszuzögern: Er kann eine Räumungsfrist beantragen, die je nach persönlichen Verhältnissen und der Situation auf dem Mietmarkt bis zu drei Monate betragen kann. "Darauf sollte man sich aber nicht verlassen", sagt Wüstefeld. (dpa/tmn)

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