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Der Traum vom eigenen Haus

Noch nie haben sich so viele Menschen den Traum vom eigenen Haus erfüllt wie in den letzten Jahren. Die eigene Immobilie zählt bei der Altersvorsorge zu den Top-Möglichkeiten, zudem kann sie den Komfort im Alltag sehr erhöhen.

Es gibt allerdings eine Hürde, die es kaufwilligen Personen etwas schwer macht, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen: In den letzten Jahren sind die Mieten und die Kosten für die Energieversorgung deutlich angestiegen. Dadurch fällt es schwer, Kapital für dem Kauf zur Seite zu legen. Es gibt wohl kaum einen Begriff, der mit dem Thema Darlehen für die Haus-Finanzierung so untrennbar verbunden ist wie Eigenkapital. Warum es selten ratsam ist, ein Darlehen für den Hauskauf ohne Eigenkapital aufzunehmen, darum geht es in diesem Artikel.

Niedrige Zinsen, viel Kaufwillige

Die Steuerpolitik der EZB sorgt dafür, dass die Zinsen seit einiger Zeit auf einem historisch niedrigen Niveau sind. Teilweise gibt es (kleine) Kredite sogar für einen Minuszins und Sparer sehen sich von Strafzinsen bedroht. Es ist eine gute Zeit, um das gesparte Geld von der Bank zu holen und zu investieren. Für viele Bürger steht die eigene Immobilie auf der Wunschliste ganz oben. Nie mehr Miete zahlen, endlich eigene Entscheidungen treffen und, wenn man früh genug kauft, durch die Ersparnis im Alter sogar sehr früh in Rente gehen. So träumen viele junge Paare, die ihre Kinder gern durch den eigenen Garten laufen sehen wollen. Doch die EZB hat nur einen eingeschränkten Einfluss darauf, wie viel Zinsen am Ende für ein Darlehen tatsächlich anfallen.

Kaufwillige sollten sich beraten lassen

Natürlich kann man sich an vielerlei Stellen rund um das Thema Finanzierung und Darlehen informieren, doch für die Beratung sollte man einen erfahrenen Anbieter wie NIST bevorzugen. Das Gute ist, dass erfahrene Anbieter überregional rund um das Thema Hauskredit beraten und als unabhängiger Begleiter fungieren, der dabei unterstützt, sich den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Zum Beispiel kann man auf den Seiten genau erfahren, wie man einen Hauskredit beantragt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kauf muss man jedoch selbst sicherstellen, und das ist das Eigenkapital. Auch wenn mancherorts zu lesen ist, dass man auch ohne Eigenkapital eine Immobilie finanzieren kann - es ist nicht ratsam!

Die Höhe der Zinsen ist nur ein Faktor bei der Finanzierung

Die Zinsen machen einen wesentlichen Teil der Finanzierung aus, den man zu den Kaufkosten addieren muss. Ihre Höhe wird wesentlich durch das Risiko bestimmt, dass die Bank mit einem bestimmten Kunden verbindet. Hier spielen hinein:

  1. Die Bonität des Kunden. Dafür werden Erkundigungen bei der Schufa eingeholt. Wer immer pünktlich seine Rechnungen bezahlt und noch nicht viele Kredite bedienen muss, hat die besten Chancen auf einen (günstigen) Kredit.
  2. Das monatliche Einkommen. Wer einen festen Job mit einem guten Einkommen hat, bekommt den günstigsten Kredit. Am sichersten werden Beamte beurteilt, Selbstständige haben die schlechtesten Chancen.
  3. Das Eigenkapital. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, umso günstiger wird das Darlehen. Natürlich zählt die Immobilie selbst ebenfalls als Sicherheit.

Finanzierung ohne Eigenkapital ist eine schlechte Idee

Es werden hier und da auch Darlehen ohne Eigenkapital angeboten. Der Käufer geht damit jedoch ein großes Risiko ein. Ein eindrückliches Beispiel sind die USA, wo nach dem Platzen der Immobilienblase viele Menschen vor dem Nichts stehen. Hier wurden viel zu hohe Darlehen an Menschen vergeben, die sich eine Finanzierung eigentlich gar nicht leisten konnten. Nach einer gewissen Zeit brach das System zusammen, wobei die Leidtragenden die ehemaligen Immobilienbesitzer sind.

Kaufwillige Bürger mögen sich jetzt fragen, wo eigentlich das Risiko liegt, ohne Eigenkapital zu finanzieren - immerhin kann man im Fall der Fälle die Immobilie ja wieder veräußern und damit das Darlehen ablösen. So einfach ist es jedoch nicht, denn der eigentliche Finanzierungsbedarf beträgt mehr als 100%. Vor dem eigentlichen Kauf müssen nämlich die Nebenkosten bezahlt werden. Löst man das Darlehen vorzeitig auf, wird bei der Bank zudem eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Beim Verkauf der Immobilie erzielt man vielleicht nur einen niedrigeren Preis als beim Kauf. Insgesamt ist also mit deutlichen Verlusten zu rechnen. Hat man schon im Voraus ein Polster, dann ist die ganze Finanzierung deutlich entspannter.

Wie viel Eigenkapital braucht man für die Finanzierung einer Immobilie?

Vor einigen Jahren galt als Faustregel, dann man mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital beisteuern sollte, besser sogar 30%. An diesen Zahlen hat sich nichts geändert. Je mehr Kapital da ist, umso besser. Doch was zählt alles dazu? Anhand eines speziellen Rechners kann das leicht eruiert werden. Zum Eigenkapital zählt nämlich nicht nur das Geld, das eventuell auf einem Sparbuch schlummert, sondern auch alle sonstigen Werte und Vermögen.

Das sind die Vorteile beim Darlehen mit Eigenkapital

  • Der Hauskauf wird mit Eigenkapital deutlich günstiger, denn das Risiko für die Bank sinkt. Demzufolge werden günstigere Bauzinsen verlangt, die sogar zwei- bis dreimal günstiger sein können.
  • Der ganze Prozess wird beschleunigt. Das ist besonders dann interessant, wenn es viele Interessenten für eine Immobilie gibt und man eine schnelle Zusage von der Bank braucht.
  • Das Darlehen ist schneller abbezahlt, denn durch die niedrigeren Zinsen sinkt die Rate. Käufer haben die Wahl, entspannter eine niedrigere Rate zu zahlen zu zahlen oder eine höhere Tilgung vorzunehmen und schneller schuldenfrei zu sein.
  • Das Finanzierungsrisiko für den Käufer sinkt. Geht etwas schief und die Immobilie muss zwangsversteigert werden, steigen die Chancen, ohne Schulden aus der Sache zu kommen.
  • Insgesamt erhöhen sich die Chancen, das Darlehen für die Immobilie zu bekommen. Seit März 2016 sind Banken nämlich angehalten, die persönlichen Umstände des Kunden noch stärker in die Entscheidung für oder gegen eine Kreditzusage einzubeziehen. Dazu zählen auch seine finanziellen Rücklagen.

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