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Studenten suchen Wohnraum

Studium in Frankfurt?

So klappt es mit der Wohnung

Mit fast 750.000 Einwohnern ist Frankfurt am Main die fünftgrößte Stadt Deutschlands. Knapp 75.000 davon sind Studenten. Das entspricht ganzen zehn Prozent.

Frankfurt lockt mit einem vielfältigen Studienangebot mit insgesamt 16 Hochschulen und Universitäten. Allein an der Johann Wolfgang Goethe Universität studieren rund 47.000 Studenten. Doch angehende Studenten haben ein Problem: Den Frankfurter Wohnungsmarkt. Wir erklären warum es so schwer ist, in Frankfurt eine Wohnung zu finden und geben Tipps, um die Wohnungssuche zu erleichtern.

Der Frankfurter Wohnungsmarkt

Die Mainmetropole Frankfurt wird in Deutschland immer beliebter. In keiner anderen Stadt Europas prägen Wolkenkratzer so sehr das Stadtbild wie in Frankfurt. Die Stadt überzeugt durch ihr breites Angebot an Kultur, Freizeit und Arbeit. Frankfurt gilt daher als eine der lebenswertesten Städte Deutschlands. Seit der Jahrtausendwende gab es mehr als 100.000 Neubürger. Auch wenn Bagger und Baustellen schon lange das Stadtbild prägen, es herrscht Wohnungsknappheit. Mittlerweile fehlen circa 30.000 Wohnungen in Frankfurt, Tendenz steigend. Das Angebot kann der Nachfrage nicht standhalten, wodurch die Preise in die Höhe steigen.

Die Miete ist in den vergangenen Jahren um bis zu 50 Prozent gestiegen, und das trotz gesetzlicher Mietpreisbremse. Dies führt soweit, dass nur noch München teurere Mieten hat. Damit ist klar, Studenten haben es schwer bei der Wohnungssuche. Besonders kleine und damit bezahlbare Wohnungen sind in Frankfurt zur Mangelware geworden. Die Stadt hat zu viele Luxuswohnungen bauen lassen und sieht sich nun mit großen Herausforderungen konfrontiert. Um den Bedarf an Wohnungen zu decken, müssten jährlich circa 6.700 Wohnungen entstehen. Dies ist bisher allerdings noch nicht der Status Quo. Um als Student mit beschränktem Budget trotzdem eine Bleibein Frankfurt zu finden, haben wir einige Tipps gesammelt.

Wohnheim, WG und Co. – Alternativen für Studenten

Hier wollen wir Ihnen nun Wohnmöglichkeiten speziell für Studenten vorstellen. Zunächst einmal bietet Frankfurt rund 20 Studentenheime, bei denen Sie sich bewerben können. Hier gibt es Einzimmerappartements für bezahlbare Preise. Die Nachfrage ist dementsprechend hoch und Bewerbungen müssen oft schon Monate vor Studienbeginn eingereicht werden. Dabei ist Wohnheim nicht gleich Wohnheim. Viele Wohnheime bieten den Studenten nicht nur eine Unterkunft, sondern legen auch Wert auf ein Gemeinschaftsleben. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie sich also bereits vor Ihrer Bewerbung über die jeweilige Gemeinschaftseinrichtung informieren. So kann auch die Ausstattung von Wohnheim zu Wohnheim abweichen. Zumeist werden möblierte Wohnungen bereitgestellt, was viele Studenten freut. In Wohnheimen können Studenten schnell neue Kontakte knüpfen, zusammen Partys feiern und lernen. Wer das Gemeinschaftsleben schätzt, ist in einem Wohnheim also gut aufgehoben.

Ein Klassiker des studentischen Wohnens ist die Wohngemeinschaft. Dabei gleicht keine WG der anderen. Auf einem hart umkämpften Wohnungsmarkt wie Frankfurt gibt es zahlreiche Zweck-WGs. Weil es deutlich billiger und teilweise die einzige Möglichkeit ist, teilen sich viele Studenten Bad und Küche. Die meisten Studenten-WGs sind jedoch deutlich persönlicher. Nicht selten wird aus der Wohngemeinschaft eine Lebensgemeinschaft, in der zusammen gekocht und gefeiert wird. In jeder WG kommt es früher oder später jedoch auch zu Streit. Wer hat nicht abgespült, wessen Haare sind in der ganzen Wohnung verteilt und wer hat vergessen zu putzen – wegen solchen Alltagsproblemen ist schon manche WG gescheitert. Damit ist der langfristige Erfolg einer Wohngemeinschaft nie sicher.

Wem Wohnheim und WG zu turbulent sind, der kann sich ein Zimmer zur Untermiete besorgen. Diese Variante ist längst nicht so verbreitet, bietet aber eine echte Alternative für ruhesuchende Studenten. Besonders Familien am Stadtrand oder ältere Menschen, die alleine wohnen bieten häufig Zimmer zur Untermiete an. Dabei freuen sich manche Vermieter nur über die zusätzliche Einnahmequelle, andere auch über Gesellschaft. Sprechen Sie Ihren potentiellen Vermieter also direkt auf das zukünftige Wohnverhältnis an. Nur wenn Sie von Anfang an wissen, wie Ihre Wohnsituation aussehen wird, können beide Partien zufrieden sein.

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