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Handgemacht: Christian Illing setzt bei der Seifenherstellung auf regionale Rohstoffe und nutzt Lavendel, Flachs, Rosen und Leinöle zur Herstellung. Der gelernte Chemiker vertreibt heute im Spreewald Naturseifen.

Dekoration

Seife ist mehr als nur ein Saubermacher

Es kann die Form eines Seesterns oder einer Muschel haben. Oder das Stück Handseife ist so grasgrün wie die Handtücher oder so blau wie der Duschvorhang: Seife hat sich zu einer beliebten Dekoration im Badezimmer oder im Gäste-WC entwickelt - abgestimmt in Farbe und Form auf die Keramik, Armaturen und Möbel.

Von Simone Mayer

„Das Badezimmer ist heute ein zentraler Raum in der Wohnung“, erläutert die Trendexpertin Gabriela Kaiser aus Weißdorf. Entsprechend durchgestylt ist es auch: „Die Kacheln wurden mit Liebe ausgesucht und so wird auch das Stück Seife mit Bedacht ausgewählt.“

Auch der Seifenexperte Martin Arendt aus Berlin hat das bemerkt: „Wer zum Beispiel ein Bad im Zen-Stil hat, wird wohl auf die passende Seife achten. Wer den Romantikstil mag, kauft vielleicht eine Seife in Engelform.“ Darauf setzen auch die Händler: Selbst die billigsten Seifenstücke für Centbeträge in Drogerien gibt es in bunten Farben oder vielfältigen Formen und sie sind aufwendig verpackt.

Seife entsteht dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel in Frankfurt zufolge aus der Verbindung von Lauge und Fetten. Verwendet werden dazu etwa Kokosöl, Palmöl oder ein nicht verzehrbares Nebenprodukt der Fleischproduktion, der Rindertalg. Die Mischung wird stundenlang erhitzt und muss dann mehrere Wochen reifen.

„Besonders gefragt ist derzeit alles, was zur Nostalgie-Welle passt“, sagt Arendt, der im Internet über Seifentrends schreibt. Beliebte Produkte hätten oft Prägungen mit altertümlichen Mustern oder ihre Etiketten seien im Stil der Verpackungen und Werbeplakate aus den 20er bis 50er Jahren designt. (dpa)

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