Schneeglöckchen sind die ersten Vorboten des Frühlings.
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Schneeglöckchen sind die ersten Vorboten des Frühlings.

Vorboten des Frühlings

So pflanzen und pflegen Sie Schneeglöckchen in Ihrem Garten

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Schneeglöckchen sind die Vorboten des Frühlings. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Blumen anpflanzen und pflegen, damit bei Ihnen auch ganz bald der Winter vorüber ist.

  • Schneeglöckchen gelten als die ersten Vorboten des Frühlings. Sie finden sich am Waldrand oder auf Lichtungen, aber auch im eigenen Garten.
  • Wenn Sie die weißen Blümchen bei sich wachsen sehen wollen, können Sie welche anpflanzen.
  • Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Steckbrief: Was Sie zum Schneeglöckchen wissen müssen

Die Schneeglöckchen, mit botanischen Namen Galanthus, bilden eine eigene Gattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse* (Amaryllidaceae), die um die 20 Arten umfasst. Die Galanthus nivalis ist dabei die einzig natürlich in Mitteleuropa vorkommende Schneeglöckchenart.

Beim Schneeglöckchen handelt es sich um eine mehrjährig zwiebelbildende Pflanze, die zwischen Februar und April unter der Schneedecke oder dem Gartenboden hervorblitzt. Pro Pflanze bilden sich zwei bis drei spitz zulaufende Blätter und insgesamt kann sie bis zu 30 Zentimeter groß werden. Die Zwiebelblume wird auch gerne als "Lichtmess-Glöckchen", "Weiße Jungfrau" oder "Milchblume" bezeichnet.

Schneeglöckchen: Wann ist Blütezeit?

Wie bereits erwähnt, lassen sich die ersten Schneeglöckchen ab Februar bis in den April hinein blicken. Es kommt aber auch nicht selten vor, dass schon im Januar ein paar der Milchblumen zu sehen sind.

Äußerst selten blühen Schneeglöckchen auch im Herbst: Hierbei handelt es sich aber um besondere Arten wie die Königin-Olga-Schneeglöckchen (Galanthus reginae-olgae), die im Herbst blühen.

Wann ist der optimale Zeitpunkt, um Schneeglöckchen zu pflanzen?

Wenn Sie im Frühjahr Schneeglöckchen bei sich im Garten sprießen sehen wollen, müssen Sie schon im Spätsommer bis Ende September die Zwiebeln pflanzen. Auf diese Weise können Sie vor dem ersten längeren Frost bereits Wurzeln bilden, damit sie im nächsten Jahr kräftig aus der Erde sprießen. Auch im Frühjahr lassen sich noch Jungpflanzen einsetzen, solange es frostfrei ist.

Schneeglöckchen-Zwiebeln pflanzen: eine Anleitung

Das Anpflanzen von Schneeglöckchen dürfte kein Problem für Sie sein, wenn Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Wählen Sie den richtigen Standort: Der Boden sollte humusreich und locker sein sowie viel Wasser speichern können. Der pH-Wert sollte alkalisch bis neutral sein. Achten Sie darauf, dass der Standort im Halbschatten oder Schatten ist.
  • Beginnen Sie nach dem Kauf so schnell wie möglich mit dem Pflanzen, damit die Zwiebeln nicht austrocknen.
  • Graben Sie im Garten Pflanzlöcher mit einer Tiefe von fünf bis acht Zentimetern und in einem Abstand von zehn bis 15 Zentimetern.
  • Legen Sie die Zwiebeln mit der Spitze nach oben ins Pflanzloch. Es können bis zu fünf Zwiebeln in einem Pflanzloch Platz finden. Das ist aber nicht nötig, da sich über Tochterzwiebeln oft viele Horste bilden.
  • Gießen Sie die Zwiebeln kräftig an.

Wenn Sie Schneeglöckchen im Topf vorgezogen haben, müssen Sie diese nicht komplett eingraben: Bis zu zwei Zentimeter sollten Sie noch aus der Erde ragen.

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Für Balkon oder Terrasse: So pflanzen Sie Schneeglöckchen im Topf

Auch wenn Ihnen kein Garten zur Verfügung steht, brauchen Sie nicht auf Schneeglöckchen zu verzichten. Die Zwiebeln bringen Sie problemlos auf dem Balkon oder der Terrasse zum Blühen. Wählen Sie dafür genauso wie im Garten einen halbschattigen oder schattigen Standort.

So gehen Sie beim Pflanzen von Schneeglöckchen im Topf vor:

  • Pflanzzeit für das Schneeglöckchen im Topf ist von September bis November. Vorgezogene Jungpflanzen aus dem Handel können Sie Ende Januar bis Anfang Februar kaufen und einpflanzen.
  • Besorgen Sie sich einen Pflanztopf, der viermal so hoch wie die Zwiebeln sind.
  • Legen Sie den Topf unten mit Kieselsteinen oder Tonscherben als Drainage aus und füllen Sie den Rest mit normaler Blumenerde auf. Sie sollte humos, locker und alkalisch bis neutral sein.
  • Die Schneeglöckchen-Zwiebeln setzen Sie mit der Spitze nach oben in ein Pflanzloch und bedecken sie mit fünf Zentimetern Erde. Es können bis zu fünf Zwiebeln in ein Pflanzloch gegeben werden.

Nach dem Pflanzen sollten Sie die Schneeglöckchen regelmäßig bewässern. Während und gleich nach der Blütezeit sollten Sie sie mit einem Flüssigdünger pflegen. Sobald die Schneeglöckchen verblüht sind, können Sie die welken Blüten entfernen.

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Wie werden Schneeglöckchen gepflegt?

Sind die Schneeglöckchen erst einmal in der Erde, erweisen sie sich als recht pflegeleicht. Eine Düngung* ist nämlich nicht nötig, da ein nährstoffreiches Substrat nur die Blätter fördert aber nicht die Blüte. Ansonsten sollten Sie die Pflanzen - auch im Sommer - regelmäßig ein wenig gießen, damit die Zwiebeln nicht eintrocknen.

Wenn die Blüte vorbei ist, putzen Sie die Blütenstände aus und die Blätter entfernen Sie, sobald sie verwelkt sind. Da sich die Schneeglöckchen nach der Blüte in die Zwiebel zurückziehen, sollten Sie in der Umgebung nicht zu sehr den Boden bearbeiten. Jäten und Auflockerungen des Erdreichs bekommen den Pflanzen nicht gut.

Sind Schneeglöckchen giftig?

Die so harmlos wirkenden Schneeglöckchen sind in allen Pflanzenteilen giftig, aber vor allem der Zwiebel. Sie enthalten Amaryllidaceen-Alkaloide. Darum kann der Verzehr einer kleinen Menge von Blättern, Zwiebeln oder Früchten zu Magen-Darm-Problemen mit Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen. Bei einer größeren Menge sind zudem Kreislaufstörungen mit Schweißausbrüchen oder Benommenheit möglich.

Die Giftzentrale Bonn schätzt das Schneeglöckchen insgesamt als "gering giftig" ein. Ein Verzehr von bis zu drei Zwiebeln sei in der Regel zu vertragen. Sollten trotzdem Symptome auftreten, ist bei dieser Dosis eine Verabreichung von Flüssigkeit ausreichend. Bei einer größeren Dosis ist womöglich eine Kohlegabe durch einen Arzt oder eine Giftentfernung nötig.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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