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Sieht nicht nur hässlich aus: Schimmel kann auch der Gesundheit schaden - Mieter müssen ihn daher nicht hinnehmen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Sieht nicht nur hässlich aus: Schimmel kann auch der Gesundheit schaden - Mieter müssen ihn daher nicht hinnehmen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Mietrecht

Schimmel im Kinderzimmer ist Kündigungsgrund

Feuchte Wände in der Wohnung sind oft schwer zu trocknen. Wächst dort Schimmel, kann dies gesundheitsschädlich sein. Mieter mit Kindern müssen das nicht hinnehmen.

Bielefeld/Berlin (dpa/tmn) - Schimmel im Kinderzimmer kann für Mieter ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Das geht aus einem Urteil des Amtsgericht Bielefeld hervor. Darüber berichtet die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Gibt der Vermieter an, der Schimmel sei durch den Mieter verursacht worden, muss er dies beweisen.

Im verhandelten Fall hatten Mieter wegen Feuchtigkeit und Schimmel im Kinderzimmer fristlos gekündigt. Nach Ansicht des Gerichts zu Recht, denn die Situation sei für die Gesundheit des Kleinkinds der Familie nicht tragbar gewesen (Az.: 415 C 56/18).

Ein Sachverständiger konnte nicht zeigen, dass die Mieter für die feuchten Wände verantwortlich waren. Stattdessen ergaben seine Gutachten nach Angaben des DAV, dass die Feuchtigkeit zumindest auch eine Folge baulicher Mängel war. Die Mieter durften deshalb vor dem normalen Ende ihres Mietvertrages kündigen.

Urteil

Rechtsgrundlage Paragraf 543 BGB

Rechtsgrundlage Paragraf 569 BGB

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