Nachzahlen: Berechnung muss nachvollziehbar sein

Vorsicht Nachzahlung: Eine Nachforderung von Heizkosten durch den Vermieter ist nur dann zulässig, wenn der Mieter die Berechnung nachvollziehen kann.

Hamburg. Vorsicht Nachzahlung: Eine Nachforderung von Heizkosten durch den Vermieter ist nur dann zulässig, wenn der Mieter die Berechnung nachvollziehen kann.

Nach Ansicht des Amtsgerichts Hamburg-Wandsbek ist das nicht der Fall, wenn allein die Ölkäufe und Durchschnittspreise aufgelistet werden - auch der Ölbestand zu Anfang und Ende der Abrechnungsperiode muss ermittelt und berücksichtigt werden (Az.: 712 C 47/08). In dem Fall hatte der Vermieter am Ende keinen Anspruch auf den Betrag von rund 165 Euro, erläutert der Mieterverein Hamburg.

Denn der Vermieter hatte den Literpreis für die Abrechnung 2005 anhand von Durchschnittspreisen ermittelt. Er hatte also nicht im Detail die Kosten errechnet, indem der Verbrauch und der Preis der vorhergehenden Öllieferung ins Verhältnis gesetzt wurden.

Die Mieterin habe daher zu Recht geltend gemacht, dass der Anfangs- und Endbestand jeweils vom Vermieter mitzuteilen sei, so das Gericht. Das sei vor allem der Fall, weil ein Zwischenzähler im Haus vorhanden war. Es wäre dem Vermieter "leicht zumutbar" gewesen, vor einer neuen Lieferung den Verbrauch zu ermitteln. (dpa/tmn)

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