Dokumentation

Nach Überschwemmung und Unwetter nicht sofort alles aufräumen

Versichert sind die Verbraucher bei Überschwemmungen nur, wenn ihre Hausratsversicherung eine Elementarschadensklausel enthält. Die Hausratsversicherung deckt nur Schäden durch Leitungswasser. Im Fall der Fälle sind die Schäden in jedem Fall gut zu dokumentieren.

Nach Schäden durch Überschwemmung sollten die Betroffenen nicht sofort alles aufräumen und reparieren. Das gilt auch, wenn Regen durch das Dach tropft oder ein entwurzelter Baum die Einfahrt versperrt. „Es muss erst ein Gutachter kommen und den Schaden bewerten“, sagte Sven Kretschmar von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt in Halle. Damit das schneller geht, sollte man sich unverzüglich beim Versicherer melden.

Dann einfach nur abzuwarten, sei allerdings auch verkehrt: „Natürlich ist man verpflichtet, Folgeschäden sie gut wie möglich zu verhindern“, erläuterte der Experte. So sollte man Aufräumarbeiten und Reparaturen „im vertretbaren Aufwand“ vornehmen. Das heißt, abgedeckte Dächer könnten mit Planen geschützt und vollgelaufene Keller ausgepumpt werden. Auch sei es erlaubt, dort die Möbel zum Trocknen zu verrücken. „Aber davor bitte alles dokumentieren“, rät Kretschmar.

Man sollte Bilder vom Zustand direkt nach dem Unwetter oder der Überschwemmung machen - und zum Beispiel bei einem vollgelaufenen Keller einen Feuerwehrmann als Zeugen benennen. Außerdem sollte man mit der Versicherung alle Notfallreparaturen besprechen.  (dpa/tmn)

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