+
Antiquität: Das Zusammenleben mit den Veteranen ist nicht ohne Tücken - das Raumklima und die Pflege müssen stimmen.

Antiquitäten

Liebhaberstücke gekonnt in Szene setzen

Aufwendiges Mobiliar war in früheren Zeiten ein Privileg der Super-Reichen. Einige Möbelstücke haben veränderte Einrichtungsstile, Unruhen und die Weltkriege überstanden und schmücken heute als Erbstücke die Wohnungen. Auch Sammler haben Freude an außergewöhnlichen Einzelstücken aus vergangenen Epochen.

Von Stephanie Hoenig

Was als Antiquität gilt, ist nicht genau definiert: „Juristisch betrachtet gehören alle Möbel dazu, die mehr als einhundert Jahre alt sind“, erklärt Hermann Specht, Präsident des Bundesverbandes des deutschen Kunst- und Antiquitätenhandels. Wertvoll und erhaltenswert seien Möbel aber nicht allein wegen ihres Alters. Nur Stücke, die besonders schön und selten seien, eigneten sich als Sammlerstücke.
Eine Einrichtung mit Möbeln aus früheren Epochen schafft eine ganz besondere Wohnatmosphäre: Ausschlaggebend ist dabei nicht der Marktwert als Antiquität, sondern der Liebhaberwert: „An einer Kommode, einem Stuhl oder einem Büfettschrank, die seit Generationen in der Familie weitergereicht wurden, hänge das Herz“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Deshalb würde man solche Möbel ganz persönlich als wertvoll und erhaltenswert betrachten.
„Wer mit alten Möbeln lebt, muss aus seiner Wohnung kein Museum machen und kann die Möbel auch im Alltag nutzen“, sagt der Restaurator Manfred Sturm-Larondelle aus Berlin. Aktuell sind die Stücke auch beliebter denn je: Antike Möbel lassen sich problemlos mit modernem Möbel kombinieren. Sie könnten einen Kontrast zum modernen, sachlichen Ambiente sein. Damit der Stilmix aber nicht stillos wirke, sollte bei allen Kombinationen der Eindruck einer zusammengewürfelten Einrichtung vermieden werden. Die Akzente müssen gezielt gesetzt werden. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion